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Melange à trois

Missy May, Marjan Shaki, Linda Hold

Melange à trois – Der Podcast Wenn Freundinnen aus einer WhatsApp-Gruppe beschließen, einen Podcast zu starten, kann etwas Verbindendes entstehen: Sie sind nicht nur Künstlerinnen, Mütter, Ehefrauen und – empirisch betrachtet – in ihrer Lebensmitte, sondern vor allem eines: Menschen, die kein Blatt vor den Mund nehmen und humorvoll, aber auch kritisch Themen besprechen, die alles andere als geplant sind, sondern spontan aus einem Topf gezogen werden. Genießt eine kurze Pause vom Alltag, hoffentlich mit einer heißen Tasse Kaffee in der Hand gemeinsam mit Missy, Marjan und Linda.

Melange à trois – Der Podcast Wenn Freundinnen aus einer WhatsApp-Gruppe beschließen, einen Podcast zu starten, kann etwas Verbindendes entstehen: Sie sind nicht nur Künstlerinnen, Mütter, Ehefrauen und – empirisch betrachtet – in ihrer Lebensmitte, sondern vor allem eines: Menschen, die kein Blatt vor den Mund nehmen und humorvoll, aber auch kritisch Themen besprechen, die alles andere als geplant sind, sondern spontan aus einem Topf gezogen werden. Genießt eine kurze Pause vom Alltag, hoffentlich mit einer heißen Tasse Kaffee in der Hand gemeinsam mit Missy, Marjan und Linda.

Melange à trois I Folge 83 I We are back!

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Episoden

Melange à trois I Folge 83 I We are back! 31 Oct 2026

Nach langer Zeit haben wir es endlich wieder einmal gemeinsam an den Tisch geschafft. Es gab so viel zu erzählen, zu besprechen und nachzuholen. Doch bevor wir uns all den Themen widmeten, stellten wir erst einmal fest, wie sehr wir einander eigentlich vermisst haben. Und wie sehr uns diese gemeinsamen Samstage ans Herz gewachsen und zu einer lieb gewonnenen Gewohnheit geworden sind, die uns ein Gefühl von Vertrautheit und Geborgenheit schenkt. Und damit waren wir auch schon mittendrin in unserem heutigen Thema: Zuhause und Heimat. Was bedeuten diese Begriffe eigentlich für jede Einzelne von uns? Woran machen wir Heimat fest? Was brauchen wir, um uns heimisch zu fühlen? Ist Heimat ein Ort, ein Gefühl oder vielleicht auch einfach eine Frage der Gewohnheit und Verbundenheit? Kann man seine Heimat mitnehmen, oder ist sie etwas, das einen immer wieder zurückholt? Darüber und über vieles mehr sprechen wir in unserer neuen Folge.

Melange à trois I Folge 82 I Der Mensch zerstört sich dann schon irgendwann selbst 29 Aug 2026

Unser heutiges Thema beginnt mit einer Herausforderung. Manchmal will einfach kein Gedanke zünden. Und doch ist Langeweile bekanntlich der beste Nährboden für Kreativität. Zwischen hartnäckigen Anläufen und der Erkenntnis, dass man nicht jeden Tag Lust hat, sich gedanklich mit Niederlagen zu beschäftigen, fanden wir schließlich doch unseren Weg. Denn obwohl wir Menschen ständig nach vorne gehen, fahren wir innerlich erstaunlich oft im Rückwärtsgang. Ein Thema, das uns fasziniert, manchmal sprachlos macht und viele Fragen aufwirft. Am Ende bleibt nur eines: weitergehen. In der Hoffnung, dass wir trotz aller technischen Entwicklungen nicht vergessen, dass echte Begegnung nur im echten Leben stattfinden kann. Und wenn gar nichts mehr hilft, holen uns vielleicht die Serienhelden am See zurück in ihre heile Welt – zumindest glaubt das eine von uns.

Melange à trois I Folge 81 I Scheitere dich heiter 22 Aug 2026

Was wir uns gefallen lassen, welchen Preis wir uns selbst geben und wie andere mit uns sprechen dürfen, legen letztlich wir selbst fest. Das bedeutet nicht, dass wir das Verhalten anderer Menschen kontrollieren könnten. Wir können uns einen respektvollen Umgang wünschen – eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht.Gefühle entstehen in uns. Unser Gegenüber ist häufig nur der Auslöser. Warum trifft uns etwas bis ins Mark, während es einem anderen kaum ein Schulterzucken entlockt? Woher kommen diese Unterschiede? Was prägt unsere Identität, unsere innere Haltung und die Grenzen, die wir ziehen?Wer bestimmt eigentlich unseren Wert? Wann beginnen wir, darüber zu verhandeln – und warum überhaupt?Und was geschieht, wenn man Männern nicht ausweicht?Über all das – und noch einiges mehr – sprechen wir in der heutigen Folge.

Melange à trois I Folge 80 I Dieser Schweinehund ist mein Freund geworden 15 Aug 2026

Unser Körper ist ein Tempel. Zumindest heißt es das. Und je nach Geschmack, Trend oder persönlichem Ideal scheint er sich heute nahezu beliebig formen, optimieren und verändern zu lassen – so wird es uns zumindest vermittelt. Der Körperkult hat in den vergangenen Jahren enorm an Fahrt aufgenommen. Gleichzeitig erleben Fitness-Influencer und selbsternannte Vorzeigetrainer einen nie dagewesenen Zuspruch. Zwischen Vorher-Nachher-Bildern, Trainingsplänen und Ernährungstipps gerät jedoch oft in Vergessenheit, dass kein Körper dem anderen gleicht. Gene, Lebensumstände, Gesundheit, Alter und unzählige weitere Faktoren bestimmen mit, wie unser Körper aussieht und wie er auf Training reagiert. Was für den einen funktioniert, kann für den anderen frustrierend oder sogar schädlich sein. Deshalb gibt es wohl keinen allgemeingültigen Weg. Jeder Mensch muss seinen eigenen finden – um das Wertvollste, das er besitzt, gut zu behandeln: seinen Körper. Ihn zu pflegen, zu fordern, manchmal auch an seine Grenzen zu bringen, kann sinnvoll sein. Doch ebenso wichtig ist es, ihm zuzuhören und seine Grenzen zu respektieren. Denn eines bleibt am Ende gewiss: Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Gesundheit hingegen ist nicht verhandelbar.

Melange à trois I Folge 79 I Das Gras ist bei den anderen manchmal deswegen grüner, weil es Kunstrasen ist 08 Aug 2026

Aus dem Nähkästchen plaudern, die Hosen herunterlassen und gleichzeitig den schönen Schein wahren – wir bewegen uns in einer Zeit, in der scheinbar kaum noch etwas verborgen bleibt. Was früher hinter verschlossenen Türen stattfand, wird heute öffentlich erzählt, geteilt und kommentiert. Manches verschlägt uns die Sprache, anderes treibt uns die Röte ins Gesicht. Und doch verbindet uns genau diese Offenheit. Wenn andere ehrlich von ihren Ängsten, Fehlern oder ihrem Scheitern erzählen, fühlen wir uns mit unseren eigenen Geschichten oft ein wenig weniger allein. Gleichzeitig gibt es nach wie vor Themen, über die beharrlich geschwiegen wird. Dinge, die gesellschaftlich lieber unter den Teppich gekehrt werden, obwohl gerade sie es verdienen würden, genauer betrachtet zu werden. Denn nicht alles, was glänzt, ist Gold – und nicht alles, was verschwiegen wird, sollte verborgen bleiben. Die eigene Schamgrenze kann dabei ein guter Kompass sein. Sie zeigt uns, wo wir uns schützen dürfen. Gleichzeitig kann sie uns aber auch darauf hinweisen, wo es sich lohnt, genauer hinzusehen und gesellschaftliche Tabus zu hinterfragen. Wie unterscheiden wir also zwischen notwendiger Diskretion und überholtem Schweigen? Wann dient Offenheit der Verbindung – und wann wird sie zur bloßen Selbstdarstellung? Und an welchen Stellen lohnt es sich, die Scheuklappen abzulegen? Über all das sprechen wir in der heutigen Folge – ganz im Sinne von in vino veritas.

Melange à trois I Folge 78 I Danke, Schrott, Tschüss 01 Aug 2026

Es gibt sie – diese Daueroptimisten, die scheinbar strahlend durchs Leben hüpfen und die nichts so leicht aus der Bahn werfen kann. Jedes Problem wird mit einem Schulterzucken hingenommen, als wäre es nur eine kleine Bodenwelle. Und dann gibt es die anderen: jene, die aus dem Kreisverkehr des Grübelns keine Ausfahrt finden. Schon die kleinste Irritation bringt das innere Gleichgewicht ins Wanken, und erst nach mehreren Anläufen findet sich wieder Stabilität. Die meisten von uns bewegen sich wohl irgendwo dazwischen. Entscheidend ist nicht, ob wir immer positiv denken, sondern ob es uns gelingt, auch schwierigen Erfahrungen irgendwann einen Platz in unserer Geschichte zu geben. Nicht jede Niederlage hat sofort einen Sinn. Und nicht alles, was passiert, geschieht aus einem guten Grund. Doch wir Menschen besitzen etwas Erstaunliches: die Fähigkeit, uns an neue Gegebenheiten anzupassen. Oft entdecken wir erst im Rückblick, welche Stärke wir in Krisen entwickelt haben. Und selbst wenn sich der Sinn einer Erfahrung nie ganz erschließt, bleibt uns die Fähigkeit, weiterzugehen, neu zu beginnen und unser Leben immer wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Vielleicht ist genau das der eigentliche Optimismus – nicht das Leugnen von Schwierigkeiten, sondern das Vertrauen darauf, mit ihnen umgehen zu können.

Melange à trois I Folge 77 I Großer Unterschied: allein und einsam 25 Jul 2026

Ein Gefühl, das wohl jeder von uns schon einmal erlebt hat. Es sitzt tief, erfüllt uns mit Traurigkeit und Schwere – und trotzdem sprechen wir nur selten darüber: Einsamkeit.Denn Einsamkeit ist nicht dasselbe wie Alleinsein. Man kann allein sein und sich vollkommen verbunden fühlen. Und man kann mitten unter Menschen stehen und trotzdem das Gefühl haben, niemand erreiche einen wirklich.Wenn uns Resonanz fehlt – das Gefühl, gesehen, verstanden und angenommen zu werden – verlieren wir einen wichtigen inneren Anker. Gedanken beginnen, sich im Kreis zu drehen, und aus einem harmlosen Gedankenkarussell kann schnell ein Strudel werden, der uns nach unten zieht.Vielleicht lohnt es sich deshalb, den Menschen um uns herum öfter einen genaueren Blick zu schenken. Manchmal reicht schon ein ehrliches Gespräch, ein offenes Ohr oder ein Moment echter Aufmerksamkeit, um einem Menschen in seiner emotionalen Isolation das Gefühl zu geben: Du bist nicht allein.

Melange à trois I Folge 76 I Ich kann mich und meine Einstellung ändern 18 Jul 2026

Schwarz oder Weiß? Die Entscheidung ist oft nicht leicht. Gerade in unsicheren Zeiten bilden sich häufig starke Lager – nicht selten an zwei entgegengesetzten Extremen. Noch nie, so heißt es, waren die Menschen so verunsichert wie heute. Gleichzeitig war es aber auch noch nie so einfach, an Informationen zu gelangen. Welche davon wahr oder falsch sind, lässt sich jedoch oft nur schwer beurteilen – zumal künstliche Intelligenz inzwischen Inhalte erzeugen kann, die äußerst glaubwürdig wirken. Von nichts kommt jedoch nichts. Deshalb kann die Frage nach Ursache und Wirkung ein hilfreiches Korrektiv sein. Wer Zusammenhänge hinterfragt, anstatt sich allein von Schlagzeilen oder Meinungen leiten zu lassen, schafft eine wichtige Grundlage für eigenes Urteilsvermögen. Dennoch müssen wir uns heute kaum noch anstrengen, um an das zu gelangen, was wir wollen. Informationen und Meinungen sind jederzeit verfügbar und ebenso schnell wieder ausgetauscht. Wie gehen wir also damit um? Darüber sprechen wir heute.

Melange à trois I Folge 75 I Und dann ist's irgendwann wurscht 11 Jul 2026

Traditionen und übernommene Lebensmuster geben uns Sicherheit. Gerade in unruhigen Zeiten suchen Menschen nach Ankern, die ihnen auf stürmischer See Orientierung und Halt bieten. Das ist weder gut noch schlecht – es ist zutiefst menschlich. Doch irgendwann stellt sich oft die Frage: Lebe ich eigentlich mein eigenes Leben oder das, was ich übernommen habe? Nicht selten merken Menschen erst nach Jahren, dass die vertraute Form ihres Lebens ihrer eigenen Vorstellung von Freiheit gar nicht entspricht. Andere wiederum entdecken mit zunehmendem Alter den Wert alter Familienrituale neu und kehren zu Gewohnheiten zurück, von denen sie sich einst bewusst abgegrenzt hatten. Authentisch zu leben bedeutet deshalb vermutlich nicht, einmal die richtige Entscheidung zu treffen und ihr für immer treu zu bleiben. Es bedeutet vielmehr, das eigene Leben immer wieder zu überprüfen, neu auszurichten und den Mut zu haben, Kurskorrekturen vorzunehmen. Alles zu hinterfragen, was uns selbstverständlich mitgegeben wurde, ist keine Phase der Jugend, sondern eine lebenslange Aufgabe. Authentizität entsteht dort, wo wir bewusst wählen – nicht dort, wo wir bloß Gewohnheiten fortführen oder sie aus Prinzip ablehnen. Mit Offenheit, Flexibilität und dem Mut zur Veränderung finden wir im Laufe unseres Lebens immer klarer heraus, was sich für uns wirklich stimmig anfühlt. Ob wir dabei im Gleichschritt mit anderen gehen oder gegen den Strom schwimmen, ist letztlich zweitrangig. Entscheidend ist, dass der Weg unser eigener ist.

Melange à trois I Folge 74 I Ist das jetzt eine Therapiesitzung oder was? 04 Jul 2026

Heilung geschieht selten über Nacht. Traumatische Erfahrungen benötigen oft Zeit, Geduld und liebevolle Begleitung. Situationsbedingte Irritationen hingegen verlangen manchmal einfach nach einer neuen Perspektive, wenn die eigenen Gedanken in einer Sackgasse feststecken. Wer jedoch immer wieder in derselben Sackgasse landet, sollte vielleicht einen tieferen Blick in das eigene Universum wagen. Wenn Freunde als Kummerkasten nicht mehr ausreichen, können oder sollen, gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten, neue Impulse zu erhalten. Das kann durchaus unbequem werden. Die entscheidende Frage ist, ob man gerade dann dranbleibt oder sich zunächst nur mit einem Pflaster versorgt. Früher oder später – wenn der Leidensdruck groß genug wird – besteht vielleicht die Chance auf tiefgreifende Veränderung und echte Heilung. Eine Heilung, die innere Ruhe schenkt. Bis am nächsten Morgen der Hahn kräht.

Melange à trois I Folge 73 I Wir trinken Sekt und reden 27 Jun 2026

Unser Kopf scheint niemals Pause zu machen. Kaum wird es still, melden sich Gedanken, Sorgen und To-do-Listen zu Wort. Gleichzeitig begleiten uns Nachrichten, soziale Medien und ständige Erreichbarkeit durch den Alltag – oft, ohne dass wir es überhaupt bemerken. Doch woher kommt dieses Gefühl, ständig unter Strom zu stehen? Ist es der Mental Load, der uns belastet – oder sind es manchmal die Gedanken, die wir selbst immer weiter antreiben? Wir sprechen über Reizüberflutung, die Sehnsucht nach Ruhe und darüber, warum ausgerechnet Wärme, das Meer oder ein bewusst handyfreier Moment helfen können, den inneren Lärm wieder leiser werden zu lassen. Denn vielleicht geht es am Ende gar nicht darum, alle Gedanken loszuwerden. Sondern vielmehr darum, ihnen nicht die Kontrolle über unseren Alltag zu überlassen.

Melange à trois I Folge 72 I Wir sind überhaupt nicht so multikulti, wie wir immer tun 20 Jun 2026

Bei diesem Thema gehen die Emotionen oft hoch. Unter dem Grundsatz „Jeder ist gleich“ wird uns immer wieder vermittelt, dass wir im Leben alles erreichen können, wenn wir es nur stark genug wollen. Für manche Menschen ist diese Vorstellung tatsächlich ein wichtiger Antrieb, um an großen Zielen festzuhalten und ihre Visionen zu verwirklichen. Doch die Realität holt viele irgendwann ein. Sind wir wirklich alle gleichgestellt? Die Antwort liegt nahe: eher nicht. Denn die Ausgangsbedingungen, mit denen wir ins Leben starten, könnten unterschiedlicher kaum sein. Jeder Mensch ist ein Individuum. Doch nicht nur das Geschlecht, sondern auch Herkunft, familiärer Hintergrund und soziale Umstände prägen maßgeblich die Chancen und Möglichkeiten, die sich im Laufe des Lebens ergeben. Wer wir sind, was wir von Anfang an mitbekommen haben und was wir daraus machen, spielt eine entscheidende Rolle. Genau deshalb stellt sich die Frage: Haben wirklich alle Menschen die gleichen Chancen? Oder ist Chancengleichheit eher ein Ideal, dem wir zwar nacheifern, das jedoch in der Realität nur selten vollständig erreicht wird?

Melange à trois I Folge 71 I Go Go Gadgeto Missy 13 Jun 2026

In der Ruhe liegt die Kraft. Doch bevor wir zu diesem Thema kommen, starten wir heute erst einmal etwas zerstreut und wuseln uns gemeinsam durch den Anfang der aktuellen Podcast-Folge. Ein Thema, das uns alle begleitet und im Grunde der innere Anker eines jeden Menschen ist: Gelingt es uns, auf stürmischer See das Ruder in der Hand zu behalten, gelten wir schnell als tiefenentspannt. Doch wie funktioniert dieser Prozess eigentlich? Und wie fühlt sich echte innere Verankerung an? Zwischen emotionaler Berührbarkeit und dem Verlust des inneren Gleichgewichts, zwischen dem Abschieben von Verantwortung auf das Gegenüber und mangelnder Anpassungsfähigkeit bewegen sich viele unserer Reaktionen. Ebenso sprechen wir über Formen vermeintlicher Stabilität, die nach außen unerschütterlich wirken, im Inneren jedoch eher einem Erstarren gleichen – oder einem Vulkan, der jederzeit auszubrechen droht. Darum geht es heute. Und ganz nebenbei erfahrt ihr etwas über Missy, das man ihr auf den ersten Blick vermutlich gar nicht zuschreiben würde. Vielleicht erklärt sich dabei auch, warum uns ausgerechnet ein bekannter Song von Lady Gaga durch die Folge begleitet – wenn auch nur zwischen den Zeilen.

Melange à trois I Folge 70 I Ab wann ist Geld viel Geld? 06 Jun 2026

Money, Money, Money.Viel besungen, viel diskutiert – und doch oft ein Thema, über das man nicht zu offen spricht: Geld.Es hat viele Seiten. Man braucht es, man schätzt es – aber man soll es nicht zu sehr lieben.Noch immer haftet dem Thema eine männlich geprägte Perspektive an. Doch stimmt das überhaupt?Und ab wann ist man eigentlich reich? Reicht innerer Wohlstand aus, um Geld richtig einzuordnen?Lange Zeit galt: Finanzthemen sind Männersache. Doch dieses Bild verändert sich. Immer mehr Frauen beschäftigen sich aktiv mit Geld, investieren und teilen ihr Wissen. Sie holen sich den Raum zurück – und gestalten ihn neu.Denn der Umgang mit Geld will gelernt sein, idealerweise früh.Es geht nicht nur darum, darüber zu sprechen, sondern auch darum, es bewusst einzusetzen und klug zu investieren.Gleichzeitig bleiben Fragen bestehen:Chancengleichheit, Gender Pay Gap und finanzielle Selbstbestimmung sind nach wie vor Teil der gesellschaftlichen Diskussion.Eines jedoch gilt weiterhin:Wer finanziell unabhängig ist, schafft sich ein Stück Freiheit.

Melange à trois I Folge 69 I Das wird schwierig. Cheers! 30 May 2026

Ein sensibles Thema steht heute im Mittelpunkt: das Alter. Doch was bedeutet es wirklich, nicht nur alt, sondern möglicherweise auch arm zu sein? Wo beginnt Armut? Ist sie rein finanziell – oder geht seelische Armut oft Hand in Hand mit materieller Not? Niemand kann in die Zukunft sehen. Und doch versuchen wir, heute die richtigen Entscheidungen zu treffen, um im Alter abgesichert zu sein. Gleichzeitig gibt es noch immer viele ältere Menschen, die nicht nur mit finanziellen Sorgen, sondern auch mit Einsamkeit und den Herausforderungen des Alltags kämpfen. Wie können wir dem begegnen? Im Alltag, gesellschaftlich – und auch ganz persönlich? Zwischen dem Wunsch, im Hier und Jetzt zu leben, und der Notwendigkeit, für die Zukunft vorzusorgen, bewegen wir uns in einem ständigen Spannungsfeld. Genau darüber sprechen wir heute.

Melange à trois I Folge 68 I Veränderung ist nie einfach 23 May 2026

Ein Thema, das in unserem Podcast immer wiederkehrt – und genau deshalb ist er unser erster Studiogast. Wir freuen uns sehr auf einen jungen Menschen mit Visionen, großen Vorhaben und dem Wunsch nach positiver Veränderung. Aus eigener Frustration hat er den Weg der Veränderung gewählt, statt in Resignation zu verfallen. Wir stellen Fragen, die nicht nur uns, sondern auch viele unserer Zuhörerinnen und Zuhörer beschäftigen, und sind gespannt, ob aus Wiederkehr eine neue Einkehr entsteht: im Denken, im Handeln und im Sinne unserer Zukunft und jener der Jugend!

Melange à trois I Folge 67 I Und dann kommt das Leben halt dazwischen 16 May 2026

Liebe, bis dass der Tod uns scheidet. Eine starke Aussage, die noch immer in vielen Trauungen fällt. Doch wie verlässlich ist sie heute noch? Wer kann wirklich versprechen, ein Gefühl in die Zukunft zu tragen – oder ist Liebe vielmehr etwas, das immer wieder neu entschieden werden muss? Dabei geht es nicht nur um partnerschaftliche Liebe. Auch Freundschaften und der eigene Lebensweg sind von Verbundenheit geprägt. Umso wichtiger bleibt es, sich selbst Aufmerksamkeit und Zuneigung zu schenken. Doch genau das fällt oft schwer: Was wir an uns selbst lieben, sprechen wir selten aus. Komplimente anzunehmen, will gelernt sein. Ob Selbstliebe von innen wachsen muss oder durch Anerkennung von außen entsteht, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Sicher ist jedoch:Es tut gut, sich selbst hin und wieder zu sagen, dass man sich – oder etwas an sich – wirklich mag. Und vielleicht beginnt genau dort die ehrlichste Form von Liebe.

Melange à trois I Folge 66 I Mir sind ja die Tränen gekommen 09 May 2026

Heute wird’s außergewöhnlich. Zwischen Tiefsee-Fantasien, Höhenrausch und Momenten, die man nicht vergisst. Eine von uns trägt ernsthaft den Traum in sich, freiwillig mit einem monströsen Plastikgerät unter Wasser zu verschwinden. Die andere fragt sich derweil, warum Menschen freiwillig aus Flugzeugen springen oder in die Weiten des Ozeans rudern. Und irgendwo zwischen Nervenkitzel, Größenwahn und „Das wird bestimmt lustig“ landen wir heute bei den Momenten, die sich anfühlen wie mehr Leben. Und manchmal auch ganz kurz wie das Gegenteil davon.Willkommen zu einer Folge über Mut, Staunen, Rührung, größte Begeisterung … und mit einer wunderbaren Ankündigung.

Melange à trois I Folge 65 I Wart, kenn ich, ruf ich an für dich 02 May 2026

Wer der Spinne ins Netz geht, ist selten Komplize – sondern meist ihr Opfer.Im Leben jedoch ist Vernetzung kaum noch wegzudenken. Beziehungen entstehen, Kontakte wachsen: Aus Freunden werden Geschäftspartner – und manchmal auch umgekehrt. Zwischen Unterstützung und Abhängigkeit verläuft dabei oft eine feine Grenze. Doch wie findet man ein Netzwerk, das trägt, statt einzuengen? Und wie vermeidet man Verstrickungen, aus denen man sich nur schwer wieder lösen kann? Ob man selbst ein Netz spinnt oder sich in bestehende Strukturen einfügt, hängt stark von der eigenen Persönlichkeit ab. Richtig genutzt, kann aus solchen Verbindungen Großes entstehen – denn der Mensch ist kein Einzelwesen. Gerade jene, die sich als unabhängig oder als Einzelgänger sehen, laufen jedoch Gefahr, unbewusst in ungünstige Gemeinschaften zu geraten. Am Ende bleibt die Frage:Ist das Netz, in dem wir uns bewegen, ein Halt – oder eine Falle?

Melange à trois I Folge 64 I Ist es jetzt wirklich so schlimm? 25 Apr 2026

Wir starten denglisch und äußerst beschwingt in diese Folge – irgendwo zwischen Glück, neuen Wegen und Flexibilität. Wie situationselastisch jede von uns ist, wenn alles anders kommt als geplant, und ob das eher mit Prinzipien oder Anpassungsschwierigkeiten zu tun hat, versuchen wir herauszufinden.Dabei kommen wir drauf, dass das nächste Ereignis mindestens genauso gut – wenn nicht sogar besser – sein sollte als das, was nun nicht mehr stattfindet. Nur weiß man das im Vorfeld meist nicht. Inwieweit hängt es also doch mit der eigenen Sturheit zusammen? Und woher nehmen wir die Motivation, eine – im besten Fall positive – Verschiebung oder Veränderung anzunehmen, ohne zu lange zu granteln oder gefrustet zu sein?Und überhaupt: Wie lange ist es eigentlich zuträglich, enttäuscht zu sein? Schicksal als Chance – gerne auch im feineren Rahmen. Und was passiert, wenn genau dieses Lokal plötzlich wegen Umbauarbeiten geschlossen bleibt?

Melange à trois I Folge 63 I Die Würde des Menschen ist nicht verhandelbar 18 Apr 2026

Wir leben in stabilen demokratischen Verhältnissen – noch. Doch weltweit zeigen Studien, dass demokratische Standards unter Druck geraten und autoritäre Tendenzen zunehmen. Auch innerhalb von Demokratien werden Strukturen teils genutzt, um Machtinteressen zu sichern – oft schleichend statt offen. Gleichzeitig verändert sich unsere Kommunikation: Meinungen verbreiten sich schneller, lauter und häufig anonym. Das kann Polarisierung verstärken. Zugleich halten viele ihre Ansichten aus Angst vor Gegenwind zurück – öffentliche Debatten wirken dadurch oft verzerrt. Ob wir den offenen Dialog verlernen, ist unklar. Sicher ist jedoch: Die Art und Weise, wie wir diskutieren, hat sich verändert. Demokratie bleibt darauf angewiesen, dass wir uns einbringen, widersprechen und im Gespräch bleiben.

Melange à trois I Folge 62 I Ich bin komplett überfordert 11 Apr 2026

Ein Wort, bei dessen Beschreibung sofort Bilder und Assoziationen entstehen – und das uns Frauen auf eine gewisse Art auch stigmatisiert. Sowohl jene, die so bezeichnet werden, als auch jene, die nicht in dieses Schema passen. Dabei degradieren und erhöhen wir uns – in diesem Fall Frauen – oft selbst. Powerfrau. Eine Macherin. Ein tatkräftiges Flintenweib. Eine Frau, die vor Energie strotzt, Hebel in Bewegung setzt und scheinbar Unmögliches umsetzt oder auf die Beine stellt. Doch bedeutet das im Umkehrschluss, dass das Gegenteil eine faule, erschöpfte, frustrierte, antriebslose „Schlaftablette“ ist? Dabei wissen wir alle: Tage mit 100-prozentiger Leistung sind eher die Ausnahme als die Regel. Wir analysieren diese Bezeichnung, stoßen auf Bewertungen und versuchen, mit Vorurteilen und vorschnellen Urteilen aufzuräumen. Zwischen Haserl und Duracell-Häschen – und jenen Momenten, in denen man vielleicht in der Grube sitzt oder ängstlich von einem Tag zum nächsten hoppelt. Dass dieses Wort nicht nur ein Stereotyp ist und viele Frauen sich gar nicht gerne so bezeichnen lassen, ahnen wohl die wenigsten, die es eigentlich als Kompliment meinen. Genau darüber sprechen wir in dieser Folge.

Melange à trois I Folge 61 I Fake it till you make it! 04 Apr 2026

Man muss schon etwas wissen, um verbergen zu können, dass man nichts weiß“, lautet ein Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach. Da Wissen jedoch Macht bedeuten kann und wir nicht über alles Bescheid wissen können, aber zu allem eine Meinung haben möchten, wird es komplex.Wenn man nach bestem Wissen und Gewissen besser schweigt, Unwissenheit zugibt oder nach Sesamstraßen-Manier dumm bleibt, weil man nicht fragt, kann das dazu führen, dass man sich aufs Glatteis führen lässt oder ins Schwitzen gerät. Viele Meinungen – selbst unter Expert:innen – gehen nicht selten auseinander, und am Ende steht man da und ist kaum klüger als zuvor.Was also tun, wenn man nichts weiß und das Gefühl hat, alles glauben zu müssen? Vielleicht geht es weniger darum, sofort Antworten zu haben, sondern darum, Fragen zu stellen, Unsicherheit auszuhalten und sich ein Urteil erst nach und nach zu bilden.Und die innere Stimme? Die gibt es – aber sie ist kein sicherer Kompass. Sie speist sich aus Erfahrung, Gefühl und Prägung. Entscheidend ist, sie nicht blind zu glauben, sondern mit Denken und Hinterfragen zu verbinden.

Melange à trois I Folge 60 I Wo kommt das eigentlich raus? 28 Mar 2026

Man spricht nicht darüber – man hat sie einfach. Frau weiß, was passiert, und doch bleibt vieles unausgesprochen. Noch immer ist sie schambehaftet, oft verzerrt dargestellt, irgendwo zwischen Schmerz und dem Gefühl von (Un-)Reinlichkeit – verborgen und überspielt zugleich. Als Mischung aus Neubeginn, Muskelarbeit und feinen Farbnuancen begleitet uns Frauen dieser körperliche „Frühjahrsputz“ – weit mehr als nur auf blutige Weise. Und doch: Hormone sind nicht nur Frauensache. Während sich der weibliche Zyklus über etwa 28 Tage erstreckt, folgt auch der männliche Körper einem eigenen Rhythmus innerhalb von 24 Stunden. Ein leiser Hinweis darauf, dass körperliche Prozesse uns alle betreffen – auch wenn wir unterschiedlich darüber sprechen.

Melange à trois I Folge 59 I Das sind ja Trigger 21 Mar 2026

Der eigene Wille stellt uns alle immer wieder vor Herausforderungen. „Wenn ich nur könnte, wie ich wollte – und vor allem wann ich wollte.“Damit beginnen schon die Kleinsten in unserer Gesellschaft. Früh lernen sie, dass ein gewisses Maß an Anpassung notwendig ist, damit Zusammenleben funktioniert.Und doch zeigt uns die heutige Jugend – oft auf eine Weise, die wir als provokant empfinden – wie viel Freiheit im eigenen Handeln möglich ist. Vielleicht sogar notwendig, um mental gesund zu bleiben.„Das hätten wir uns nie getraut.“ „Wo kommen wir denn dahin, wenn jeder macht, was er will?“ „Die wissen doch gar nicht mehr, was Arbeit bedeutet.“Solche Sätze hören wir oft. Die Liste der Gegensätze ist lang.Gleichzeitig tragen Jugendliche heute eine ganz andere Verantwortung – und auch eine Last – in Bezug auf ihre eigene Zukunft. Die Frage ist: Haben wir wirklich das Recht, darüber zu urteilen, wenn wir sehen, was wir ihnen hinterlassen?Vielleicht geht es gar nicht darum, Recht zu haben. Sondern darum, hinzuhören.Wo können wir von ihnen lernen? Was wäre für uns alle wünschenswert? Und wie können wir Räume schaffen, in denen ihre Gedanken nicht auf Widerstand stoßen, sondern Teil eines gemeinsamen Dialogs werden?Vielleicht braucht es genau das: Mehr Einbeziehung statt Abwehr. Mehr Verständnis statt Bewertung.Ein spannendes Thema – zwischen Verantwortung, Verpflichtung und Vorausschau.Seid dabei.

Melange à trois I Folge 58 I Tu ihn nicht body-vögeln 14 Mar 2026

Heute wird es animalisch und kulinarisch. Wir haben uns viel vorgenommen und wollen einander auf besondere Weise unsere Zeit und Zuneigung schenken. Des einen Geschmack, des anderen Gewürg führt uns durch verschiedene Länder und Speisen. Dabei suchen wir elegante Wege, die Künste des anderen nicht zu beleidigen, ohne selbst nur am Tellerrand zu kleben. Schließlich zählt der Gedanke und die Idee dahinter, auch wenn nicht immer die richtige Note getroffen wird.

Melange à trois I Folge 57 I Wer bin ich zu judgen, ob das jetzt geil ist oder nicht 07 Mar 2026

Einfach einmal so leben, wie man selbst wirklich will. Ein Gedanke, der wohl vielen von uns immer wieder kommt. Gleichzeitig kollidiert dieser Wunsch mit Verantwortung, Verpflichtungen und auf lange Sicht auch mit gesellschaftlichem Druck – und verhindert oft genau diesen persönlichen Alleingang. Der Satz „Du bist für dein eigenes Glück verantwortlich“ wirkt in diesem Zusammenhang beinahe wie eine Verballhornung der komplexen Gefüge, in denen wir leben. Wir vergleichen uns mit anderen und müssen gleichzeitig relativieren, weil wir eben nicht in ihren Schuhen gehen. Und doch versuchen wir, unser eigenes Narrativ zu finden – ein Lebensmodell, das zu uns passt – indem wir manche Wege als erstrebenswert empfinden und andere bewusst auslassen. Zwischen Verurteilung und Inspiration, zwischen all dem Input, den uns das Leben und die Menschen um uns herum schenken, bleibt da manchmal auch eine leise Sehnsucht: nach fast ungeteilten Zeiten, in denen wir einzig und allein selbst bestimmen können.Passend zum Weltfrauentag und der Frage, ob wir diesen überhaupt noch brauchen, zeigt sich dabei auch die große globale Unterschiedlichkeit, aus der wir auf diesen Tag blicken. Denn während wir hier darüber diskutieren können, ob ein solcher Tag noch zeitgemäß ist, ist allein diese Frage für viele Frauen auf der Welt ein gedanklicher Luxus. Ein Luxus, der auch darin besteht, dass wir uns überhaupt Gedanken über einen individuellen Weg als Frau machen können – und dass diese Wege in vielen Fällen tatsächlich umsetzbar sind, während andere Frauen noch immer um grundlegende Rechte kämpfen, die für uns längst selbstverständlich geworden sind.Darüber wollen wir uns heute ein wenig länger unterhalten.

Melange à trois I Folge 56 I Ich schäm mich auch ein bissi 28 Feb 2026

Nicht umsonst gilt Schlafentzug als Foltermethode – er ist ein gefährliches Unterfangen. Nicht nur für einen selbst, sondern auch für das eigene Umfeld. Mit Kindern wird Schlaf erfahrungsgemäß in manchen Phasen nahezu auf null reduziert. Gleichzeitig bekommt er eine ganz neue Bedeutung, wenn die eigenen Batterien längst im roten Bereich laufen. Wie schnell sich der Körper an einen bestimmten Rhythmus gewöhnt – und wie schwer dieser wieder zu durchbrechen ist – kennen viele nur zu gut. Von Schäfchenzählen über das Lesen möglichst langweiliger Bücher bis hin dazu, die Nacht kurzerhand zum Tag zu machen: Die Ideen sind vielfältig, um irgendwann doch wieder in einen notwendigen und gesunden Tiefschlaf zu finden. Wer von uns wird beheizt, berieselt oder betüddelt? Und warum ist dieses Thema nicht nur nervenaufreibend, sondern scheint in Zeiten nahezu permanenter Müdigkeit fast schon überbewertet? Über Schlafmangel, Gewöhnung, Bettflucht und die Suche nach echter Erholung diskutieren wir in unserer heutigen Folge.

Melange à trois I Folge 55 I Ich hab mich 100x bedankt, weil ich weiß, was es heißt 21 Feb 2026

Manchmal fühlen wir uns, als hätten wir ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Das Alter spielt eine immer größere Rolle – besonders in Zeiten, in denen kaum ein Beruf noch wirkliche Sicherheit verspricht. Die Frage nach der eigenen Entwicklung und nach der Möglichkeit, beruflich noch einmal einen anderen Weg einzuschlagen, beschäftigt viele von uns. Gleichzeitig spüren wir: „Erfahren“ zu sein, ist nicht immer gefragt – oder hat vielleicht einen Preis, den nicht jede*r bereit ist zu zahlen. Lässt sich eine neue Beschäftigung finden? Wie notwendig – oder leistbar – ist es, sich selbst stets treu zu bleiben und beruflich inhaltlich aktiv und sichtbar zu sein? Und wo entsteht mit dem Älterwerden vielleicht auch eine gewisse Milde – eine Haltung, in der Arbeit einfach Arbeit sein darf und nicht mehr per Definition unsere Persönlichkeit bestimmt? All das – und noch einige weitere Fragen und mögliche Antworten – hört ihr in unserer aktuellen Folge.

Melange à trois I Folge 54 I Bist du deppad, der Baum war geil! 14 Feb 2026

Liebe gibt es nicht nur zwischen Verliebten, sondern auch in Freundschaften oder sogar in beruflichen Verbindungen. Oft spürt man sehr schnell – fast energetisch – ob es passt und ob sich daraus etwas Größeres entwickeln kann.Doch dort, wo auch Konkurrenz herrscht, ist es nicht immer leicht, einen ungetrübten und klaren Blick auf einen Menschen zu bewahren. Zwischen gleichen Wünschen und Träumen, zwischen ambivalenten Gefühlen und dem tiefen Empfinden echter Freude – selbst dann, wenn man etwas nicht bekommt, das der oder die andere hat – zeigt sich, was wahrhaftig ist.Und genau darin liegt wahre Freundschaft.

Melange à trois I Folge 53 I Aber ist das nicht total oag selbstverliebt von uns allen? 07 Feb 2026

Dezenz ist Schwäche, pflegt so mancher zu sagen. Wer klare Linien lebt, wird vom Prunk und Kitsch visuell erschlagen, sobald eine Jahreszeit mit ihren Festivitäten dekormäßig um sich schlägt. Kaum haben wir uns kollektiv darauf geeinigt, das vergangene Jahr hinter uns zu lassen, winkt es uns noch einmal im Wimpernschlag zu – und erinnert daran, dass zu anderen Zeiten des Jahres und des Lebens weniger mehr sein kann. Zwischen Schenkelklopfen und Schmunzeln, bombastischen Premieren und dem Barfußweg zum Würstelstand. Zwischen festem Auftritt und dem Wunsch zu tanzen, der mangels Platz und Rang nur ein Schielen auf Zehenspitzen bleibt. Wo Tulpen blühen, fast nackte Bilder hängen, wann wir ein bisschen selbstverliebt sind – oder in jemand anderen. Wer, wo und wann dazugehört, dürft ihr jetzt kurz raten und in der heutigen Folge der Auflösung nachhören.

Melange à trois I Folge 52 I Weil, wennst dich deppad aufführst, dann funktioniert’s halt nicht! 31 Jan 2026

Wir haben es geschafft, weil wir es wiederum noch immer nicht geschafft haben, im bereits dichten Nebel des Januars zusammenzukommen. Aber dieses Mal haben wir es mit den Ton-Hürden erfolgreich aufgenommen und konnten zumindest auf diese Weise plaudern! Etwas gewöhnungsbedürftig zu Beginn, sind wir der Meinung, so geht’s auch. Ist zwar nicht zu vergleichen mit dem wirklichen Zusammenkommen, aber da, wo’s passt, passt es auf jede Art. Und so steht dies auch sinnbildlich für den Beginn eines neuen Kapitels, das beschrieben werden möchte, Richtiges und Gutes aus dem alten Jahr mitnimmt und anderes einfach mal zurücklässt. Mit großen Schritten galoppieren wir ins neue Jahr und erfahren dabei, wer welche Pläne hat und vielleicht Neues wagt. Ganz wichtig: die klappernden Hufen des chinesischen Krafttieres 2026! Voller Inbrunst, Tatendrang, Leidenschaft und vielleicht auch etwas Ungeduld geht’s feurig in die nächste Runde und ins bärige zweite Jahr mit der Mélange. Oder möglicherweise für eine Weile mit Thé à trois?

Melange à trois I Folge 51 I Und was singen Sie vor? Das kleine Nilpferd. 24 Jan 2026

Im Nachhinein ergibt alles Sinn. Dieser Gedanke heilt so manche Wunde, die man gerade erst zu verarbeiten beginnt. Dass das Leben nicht immer linear verläuft, dass Rückschläge – retrospektiv betrachtet – manchmal sogar die bessere Option waren oder dass noch eine offene Rechnung bleibt, liegt teils im Auge der Betroffenen, teils an der inneren Haltung und manches Mal schlicht an der Zeit, die für einen arbeitet. Tiefschläge und Einschnitte lassen sich nicht vermeiden, oft macht auch hier der Ton die Musik. Liegt man am Boden und es wird nachgetreten oder sanft begleitet und bekommt die Situation erklärt. Letzteres lässt einen auch schneller den Fakt selbst überarbeiten, anstatt einen Schmerz über den Schmerz zu bearbeiten. Welche Enttäuschung klebt ein Leben lang an uns wie Bratfett an der Pfanne? Und aus welcher Niederlage ist man erst wie ein Phönix aus der Asche erwacht? Die Stimmung bewegt sich zwischen bittersüß und einfach nur oasch. Zur Untermalung dieser Lebensphasen gibt es in der aktuellen Folge auch ein paar kleine Gesangseinlagen.

Melange à trois I Folge 50 I Dann stimmt doch etwas gewaltig nicht! 17 Jan 2026

Der Mensch ist von Natur aus ein wissbegieriges und lernfähiges Wesen. Das zeigt sich bereits bei Kindern: In ihrer Entwicklung – und den damit einhergehenden kleinen und großen Rückschlägen – stehen sie immer wieder auf und machen weiter. Dass wir jedoch in einem System leben, das feste Standards und Regeln vorgibt, macht persönliche Entwicklung manchmal unnötig anstrengend. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach der Funktionalität: Was wäre, wenn jeder ausschließlich nach seinem eigenen Rhythmus leben würde? Wir stecken in einer Korsage, die bereits im Kindergartenalter beginnt und sich durch die gesamte Schulzeit zieht. Inwieweit bereitet uns dieses System tatsächlich auf das reale Leben vor – oder macht es uns in der heutigen Arbeitswelt eher unflexibel? Zwischen Förderung und Überforderung, Einteilung und Aufteilung, Verantwortung und Anschieben und Ausgepowertsein, noch bevor es eigentlich richtig losgeht. Was müsste sich ändern? Wie realistisch sind die Chancen auf Veränderung? Und wie manövriert man sich am besten durch die bestehenden Vorgaben? Dies und mehr hört ihr jetzt.

Melange à trois I Folge 49 I Also, das ist ja mal ein schöner Start ins neue Jahr! 10 Jan 2026

Nach einer Zeit innerer Einkehr, Stille und Gedankenpause kehren wir gesammelt, motiviert und gestärkt zurück – mit einem zufällig gezogenen Thema, das besonders gut passt. Direkt ins neu begonnene 2026, mit Vorhaben, Vorsätzen und Vorlieben. Wie sehr sind wir darauf angewiesen, auf uns aufmerksam zu machen? Wie genau wird man sichtbar? Und was passiert mit denen, die sich mit Selbstvermarktung schwertun – haben sie auf gewissen Arbeitsmärkten gar keine Chance mehr? Wie sehr nähren wir unsere Seele wirklich mit brauchbaren Inhalten? Und was von dem, was wir zeigen und mitteilen, ist wirksam, wirklich authentisch und vor allem persönlich vertretbar? Zeigen wir die fabelhafte Welt und ernten Beifall – und wie sehr tut das wirklich gut? Sind Followerzahlen ein Indikator für Erfolg? Zwischen „Mensch, ärgere dich nicht“, „Tabu“ und Pantomime spielen wir auf unsere Weise die Spiele der sozialen Medienkultur mit oder gehen hier und da erst mal nur auf Besuch. In unserer ersten Folge im neuen Jahr besprechen wir dies und mehr.

Melange à trois I Folge 48 I Also, scheiß auf den Weihnachtsperfektionismus! 20 Dec 2025

Bevor wir gemeinsam in die stillste Zeit des Jahres eintauchen, wollen wir heute noch einmal so richtig drauflosreden und mit rasantem Tempo in die Weihnachtszeit starten. Draußen glitzert es schon, es wird kälter – und vielleicht auch ein bisschen hektischer. Und doch sehen wir sie schon: die ruhigen Tage, das Friedenslicht am Ende des Tunnels. Die Wochen vor den Feiertagen sind oft gefüllt mit Terminen, To-do-Listen und Erwartungen. Kekse backen, Geschenke besorgen, Traditionen pflegen, neue Rituale entdecken. Manche von uns finden Ruhe im kleinen Kreis, andere stellen einen zusätzlichen Teller auf den Tisch und lassen die Tür offen für spontane Begegnungen. In dieser Folge wollen wir innehalten und fragen: Was war dieses Jahr wichtig? Was nehmen wir mit – und was dürfen wir loslassen, so wie die Kerzen am Baum langsam herunterbrennen? Schön, dass ihr da seid. Macht es euch gemütlich und lasst uns gemeinsam in diese besondere Zeit starten.

Melange à trois I Folge 47 I Nein, nein, auf gar keinen Fall. Ich hasse das! 13 Dec 2025

Ein Adjektiv, das sich überall hineinlegt wie eine Prise Zuckerstaub. Es steht für all das Süßliche, Kuschelige, Glitzer-Pastellige, für Plüsch, der sich an uns schmiegt und uns gleichzeitig ein wenig belächelt. Ein Begriff, mit dem wir uns selbst bestäuben – mal aus Eitelkeit, mal aus Trotz, mal einfach, weil’s schön klebt. Er löst bei der einen wohliges Seufzen aus, bei der anderen leises Würgen. Er passt zu Outfits und Angewohnheiten, zu heimlichen Wünschen, zu beginnender Arthrose und krummen Zehen – und natürlich zu den Gummibärchen, die sich irgendwo dazwischen verstecken. Und immer – wirklich immer – kommt ein Tupfer Mayonnaise dazu. Nur für eine von uns nicht. Welche? Hört selbst.

Melange à trois I Folge 46 I Jetzt schenk ich sie mir selbst 06 Dec 2025

In was wir investieren, ist ähnlich individuell wie die Wahl des Lippenstifts. Geschenke, die man sich schon lange wünscht und letztendlich unter dem Deckmantel, einen anderen zu beglücken, selbst macht; Urlaube sowie kleinere und große Geschenke – und der „schönste Tag des Lebens“. Sind Dinge nur wertvoll, wenn sie viel kosten? Oder ist man gezwungenermaßen dann noch gezwungener, sie auch tatsächlich zu genießen? Von großen Festen, kleinen Träumen und dem allerschönsten Geschenk – nämlich Zeit – und vielen Momenten der Zufriedenheit, wenn sich das Investment auch wirklich ausgezahlt hat, darüber sprechen wir heute.

Melange à trois I Folge 45 I Meine Fresse, war das unnötig 29 Nov 2025

Landesgrenzen, Zäune und Mauern lösen bei den meisten gemischte Gefühle aus. Das Wort „Grenze“ trägt einerseits negative Assoziationen in sich – es steht für Distanz, Trennung und Ausgrenzung. Andererseits verbindet man es im Zusammenhang mit persönlicher Freiheit, Privatsphäre oder individuellen Kapazitäten mit Selbstschutz und Respekt. Im Gegensatz zu staatlich festgelegten Grenzen sind persönliche Grenzen ein sehr individuelles Feld. Sie bestimmen nicht nur unsere eigenen Rahmenbedingungen, sondern auch, wie wir mit anderen Menschen umgehen. Doch wie erkennt man eigentlich sein persönliches Limit? Ist es tagesformabhängig? Und wie oft müssen wir nachjustieren, um zwischen innerem Schweinehund, gefühlter Verletzung und einer tatsächlichen roten Linie zu unterscheiden? Manchmal ist es wichtig, an seine Grenzen zu stoßen – und sie anschließend zu erweitern. Das gelingt jedoch nur durch sichere Erfahrungen innerhalb des bereits abgesteckten Bereichs. Woher Grenzen kommen, wann „genug“ wirklich genug ist und ob manche von ihnen vielleicht sogar aufgelöst werden können, besprechen wir in unserer aktuellen Folge.

Melange à trois I Folge 44 I Live-Podcast: Selbstbewusstsein – ist es das, was wir haben, oder das, was wir sind? 22 Nov 2025

Wir haben es getan! Zum ersten Mal durften wir unsere kleine Gesprächsrunde erweitern und uns mit einigen von euch in einem gemütlichen Café zusammenfinden. Das Thema dieses Treffens wurde dabei komplett von euch initiiert: Adjektive und Themen wurden gesammelt und von uns in die Runde geworfen. Daraus entstand ein wunderschönes Gespräch über Freundschaft, Selbstwert und Mut – aber auch über Hilflosigkeit, große Schritte, kleine Freuden und unbekannte Begegnungen. Woher wir unseren Selbstwert beziehen, müssen wir ab einem gewissen Alter oft neu definieren und wieder selbst entwickeln. Während manche von uns mit ihren Tätigkeiten prahlen, rühmen sich andere mit der Freiheit des vermeintlichen „Nicht-Erfüllens“. Können wir unseren Selbstwert tatsächlich allein aus uns selbst schöpfen – oder ist es doch unumgänglich, Erfolge auf das Konto unseres Selbstwerts einzuzahlen? Was genau bedeutet eigentlich Selbstbewusstsein? Und unterscheidet es sich zwischen Männern und Frauen? Wie verwandelt man unbekannte Pfade in fruchtbare Wege? Und was macht einen wirklich guten Mädelsabend aus? Dies und mehr hört ihr in unserer ersten Live-Podcast-Folge – mit euch und durch euch.

Melange à trois I Folge 43 I Ich hätte gerne ein Schweinsbraten-Supplement, bitte 15 Nov 2025

Der Alltag dehnt sich oft zu einer Landschaft aus Tätigkeiten aus, die mehr Stunden beansprucht, als ein gewöhnlicher Tag herzugeben bereit ist. Zwischen Arbeit, Familie, Haustieren und den unverhandelbaren Grundbedürfnissen entsteht ein Geflecht aus Verantwortlichkeiten, das sich fortwährend ausbreitet. Der Haushalt bildet darin ein eigenes Kapitel, ein flexibles und zugleich hartnäckiges Feld, das sich dem Zeitplan selten fügt. Wenn die Minuten knapp werden, bleibt nichts anderes übrig, als die Krümel am Boden den Katzen zu überlassen und den Anspruch auf Ordnung großzügig neu zu definieren. Gleichzeitig wächst die Vorstellung einer Zukunft, in der all diese Mühen verschwinden könnten. Ein häuslicher Kosmos, der sich selbst trägt. Ein Haus, das sich morgens einschäumt, sorgfältig und sanft, und den zufällig Anwesenden notfalls gleich mitreinigt. Eine Küche, in der das Essen im Kühlschrank entsteht und sich anschließend eigenständig um Abwasch und Einräumen kümmert. Ein Raum, in dem Effizienz nicht mehr angestrebt, sondern inhärent sein wird. Die Konsequenz läge auf der Hand: Zeit in einem Ausmaß, wie man es bislang nur in der Theorie kennt. Doch der Mensch neigt dazu, Freiräume zu füllen, als seien sie ein Vakuum, das es zu verhindern gilt. Neue Aufgaben würden entstehen, neue Optimierungen, neue Routinen, die abermals nach technischen Lösungen verlangen. Im Herzen dieser Entwicklung bliebe ein stiller Gedanke bestehen: Ordnung ist angenehm, doch das kleine, unplanbare Chaos besitzt einen überraschenden Zauber. Gerade die zwischenmenschlichen Begegnungen tragen diesen Zauber. Sie sind selten effizient, oft störend, gelegentlich anstrengend – und doch unverzichtbar. Ohne sie verschwänden jene Momente, in denen uns die Gaumenfreude dem Kellner um den Hals fallen lässt, weil etwas auf unwahrscheinliche Weise vollkommen gelingt. In solchen Augenblicken tritt das Leben aus der Routine heraus und verweist darauf, dass Perfektion nicht der einzige Wert ist. Ein Blick zurück zeigt, wie selbstverständlich vieles geworden ist: die Waschmaschine, die Spülmaschine, der Staubsaugerroboter – all jene Helfer, die einst revolutionär wirkten und heute nur noch Geräusche im Hintergrund erzeugen. Zwischen Waschbrett, Lagerfeuerromantik und der sterilen Präzision moderner Geräte spannt sich ein Bogen, der den Wandel des Alltags markiert. Die Vergangenheit forderte mehr Zeit, schenkte dafür aber oft eine andere Form der Ruhe. Die Zukunft wird weiter optimieren, glätten, vereinfachen. Doch ein kleiner Rest an Unordnung – und an Begegnung – wird bleiben müssen, damit der Mensch nicht gänzlich zum Zuschauer seines perfekt funktionierenden Haushalts wird. Der Wunsch nach dieser Balance bleibt bestehen und beschäftigt zugleich. Vielleicht fangen wir erst mal klein an … Hört selbst.

Melange à trois I Folge 42 I Wissen Sie, wo die Syphilis ist? 08 Nov 2025

Wo beginnt Freiheit eigentlich – beim Urteilen, beim Totschweigen oder beim ungefragten Trommeln für das vermeintlich Richtige? Über das Impfen zu sprechen, ist fast so heikel wie Gespräche über Kindererziehung oder Politik. Während die einen lautstark die Impfkeule schwingen, weichen die anderen der spitzen Nadel nur allzu gern aus. Viele Krankheiten, die man längst erfolgreich ausgepiekst hatte, kehren langsam zurück – irgendwo zwischen Impfmüdigkeit, entschiedener Gegnerschaft und medizinischer Notwendigkeit. Als Gesellschaft bewegen wir uns bei diesem Thema mal schonungslos offen, mal hinter vorgehaltener Hand – immer auf der Suche nach dem „richtigen“ Weg. Doch was ist überhaupt richtig? Und woher wissen wir das eigentlich? Drei Frauen, drei Perspektiven, verschiedene Zugänge – und ganz unterschiedliche Erlebnisse mit der Nadel, dem Mythos und der Medizin. Ein Thema, das Freundschaften beenden kann. Wie es bei uns ausgeht? Hört selbst.

Melange à trois I Folge 41 I Heute ist Joker-Tag! 31 Oct 2025

Heute wird’s gruselig bis makaber. Mit anfänglichen Startschwierigkeiten stolpern wir direkt hinein in fürchterliche Gruselgeschichten – und nehmen dabei auch unsere eigenen Reaktionen in echten oder eingebildeten Stresssituationen unter die Lupe. Während die eine schon die Krallen ausfährt, ergreift die andere panisch die Flucht – und die dritte? Die legt sich möglicherweise einfach zur letzten Ruhe. Was lehrt uns das Fürchten? Wie wollen wir begraben werden? Und was hat das alles mit menschlichem Restmüll zu tun? In dieser Folge klären wir, was Spinnen, Gehirne und Friedhöfe mit uns machen – und haben uns dafür auch optisch ein bisschen ins Blut gelegt. Makaber. Schrill. Und ziemlich lebendig.

Melange à trois I Folge 40 I Ist das vielleicht Feminismus? Selbstbestimmung! 25 Oct 2025

Die Geschlechterrollen werden uns quasi in die Wiege gelegt – so zumindest scheint es, wenn man viele kleine Kinder beobachtet. Doch wie viel davon ist tatsächlich angeboren? Wie viel ist anerzogen, patriarchal geprägt oder durch die Gesellschaft weitergetragen? Und wie leicht lässt sich dieses System überhaupt beeinflussen? Nicht erst seit #MeToo beginnen wir konsequenter und entschlossener darauf hinzuweisen, wo in unserer Gesellschaft Unterdrückung geschieht – oder sogar bewusst zementiert wird. Gleichzeitig gibt es Momente, in denen Frauen es durchaus genießen, vom „stärkeren Geschlecht“ umworben zu werden. Diskriminierung auf der einen Seite, Alpha-Männchen auf der anderen – ein scheinbarer Widerspruch, der dennoch in vielen Leben koexistiert. Wir müssen einen Konsens finden: nicht nur über den Gender Pay Gap diskutieren, sondern auch darüber, wie wir Sprache, Macht und alltägliche Abhängigkeiten fair gestalten. Zwischen verkomplizierter Sprachanwendung und sprachlicher Gewalt, zwischen dem realen Nachteil, den viele Frauen erfahren, und der Tatsache, dass wir in manchen Situationen auch auf Männer angewiesen sind – dazwischen bewegen wir uns. Und manchmal, zwischen all den strukturellen Ungleichheiten, dem Menschlichen, dem Politischen, dem „Kacken der Tiere“ fantasievoll in Szene gesetzt, sitzen wir einfach wieder zusammen – bei einem gemütlichen Kaffee und bester Laune.

Melange à trois I Folge 39 I Man darf bitte auch einmal sudern 18 Oct 2025

Jahreszeitenbedingte Talfahrten oder der falsche Fuß beim Aufstehen. Seelische Tiefs kennen wir alle. Doch paradoxerweise kann eine depressive Phase eine Art klärende, entschleunigende oder bewusstseinserweiternde Wirkung haben. In solchen Momenten darf sie – trotz der Schwere – als Anlass zur Selbstreflexion, zum Rückzug vom Übermaß des Alltags oder zur Neuausrichtung empfunden werden. Die „Erfrischung“ liegt nicht im Leiden selbst, sondern im Stillstand, der neue Perspektiven ermöglicht. Es ist eine Form des Durchatmens im Dunkeln – eine Pause, in der etwas Altes abbröckelt, bevor Neues entstehen kann. Wir sinnieren über unsere, aber auch allgemeine dunkle Flecken des Lebens und suchen positive Effekte. Trotzdem bleibt eine längere oder schwere Depression eine ernsthafte psychische Erkrankung, die Hilfe braucht. Der Begriff darf daher nie romantisieren, sondern höchstens andeuten, dass selbst in tiefen Phasen manchmal ungewollte Einsichten oder Wandel keimen können – und dadurch frischer Wind in bereits muffige Räume strömen darf. 1. TelefonSeelsorge Österreich 📞 142 (kostenlos & anonym, 24 Stunden täglich) 🌐 www.telefonseelsorge.at → Auch Chat- und Mailberatung möglich, völlig anonym. 2. Rat auf Draht (für Kinder, Jugendliche & Bezugspersonen) 📞 147 (kostenlos, 24/7, ohne Vorwahl) 🌐 www.rataufdraht.at → Chatberatung & E-Mailberatung verfügbar. 3. Psychosoziale Notdienste (je nach Bundesland) – Wien: 01 31330 (24h erreichbar) – Niederösterreich: 0800 20 20 16 – Steiermark: 0316 877 22 22 – Tirol: 0512 504 800 81 – Burgenland: 02682 65306 – Kärnten: 050 536 53399 – Salzburg: 0662 88 53 00 – Oberösterreich: 0732 2177 – Vorarlberg: 05522 505 22 22 → Alle sind anonym und rund um die Uhr erreichbar. 💬 Online & Chat-Angebote • krisenchat.at → Kostenlos, anonym, rund um die Uhr über Chat erreichbar (auch WhatsApp). → Besonders für Jugendliche und junge Erwachsene. • suizidpraevention.gv.at → Übersicht über regionale Hilfsangebote & Krisendienste. ❤️ Wenn du sofort Hilfe brauchst Falls du dich akut in einer Krise befindest oder das Gefühl hast, nicht mehr weitermachen zu können, bitte rufe sofort 112 (Notruf) oder geh in die nächste Notaufnahme – du bekommst dort sofort Unterstützung.

Melange à trois I Folge 38 I Da würd ich jetzt ehrlich gesagt nicht sparen 11 Oct 2025

Wie passen Klimaschutz und Bühne zusammen? Ein Thema, das irgendwie auch schon viele nervt, weil es sich anfühlt wie ein Kampf gegen Windmühlen. Gleichzeitig gibt es diese großartigen Menschen, die mit immer innovativeren Ideen die Macht der Gewohnheit auch in diesem Bereich aufbrechen und uns neue Wege aufzeigen. In Wahrheit führt ja kein Weg daran vorbei, und wir müssen uns damit auseinandersetzen – nicht nur wir im Privaten, sondern vor allem in großen Unternehmen, zu denen eben auch Bühnen zählen. Wir alle sind mehr und mehr gefragt, unseren Beitrag zu leisten und trotzdem das Gefühl zu vermitteln, als müssten wir nicht auf etwas verzichten, sondern im Gegenteil – eine gewinnende Situation für uns alle zu erreichen, im Hinblick auf eine gesunde Zukunft. Wer was bereits umsetzt, wie wir Theater ohne Ressourcenverschwendung umsetzen würden, ob sich damit überhaupt noch Geld verdienen lässt und wer nicht nur ein Kostüm recycelt – oder offen gestanden gefladert – hat, das besprechen wir in der aktuellen Folge.

Melange à trois I Folge 37 I Ich geh jetzt in Therapie! 04 Oct 2025

Willkommen zu einer neuen Folge – heute geht’s um ein Thema, das in Therapieräumen gern mal leise mitläuft. Wenn der gute Wille ein bisschen zu viel Schwung bekommt und Interventionen schneller wachsen als das Vertrauen – dann lohnt sich ein genauerer Blick. Dabei ist klar: Es gibt unzählige Formen von Therapie – von tiefenpsychologisch bis körperorientiert, von kreativ bis kognitiv – und jede hat ihre eigene Sprache, ihr eigenes Tempo, ihre eigenen Fallstricke. Doch ganz gleich, wie der Ansatz aussieht: Manchmal ist weniger mehr. Wir sprechen darüber, wo gut gemeint nicht immer gut gemacht ist, warum Tempo nicht gleich Tiefe bedeutet – und wie man in der Therapie den Fuß manchmal auch vom Gas nehmen darf. Wie immer mit einem Schuss Nachdenklichkeit und einem Hauch Selbstironie.

Melange à trois I Folge 36 I Wie will man denn Kunst bewerten 27 Sep 2025

Wie funktioniert Kreativität und wann kann sie sich entfalten? Ist uns allen Kreativität angeboren, oder braucht es einen gewissen Nährboden, Raum und mitunter auch Langeweile? Manche Menschen funktionieren sehr kreativ unter Leid, Druck und Schmerz und finden hier ein kreatives Ventil. Andere blühen auf einem vertrauensvollen und sicheren Boden erst richtig auf. Wie lässt sich Kunst bewerten? Braucht Kunst zwangsläufig ein Publikum und wie viele Menschen sind viel schöpferischer, als sie es selbst für möglich halten? Wenn Kreativität ein Hobby ist, dient es nicht selten der Entspannung. Bekommt sie viel positive Resonanz, entscheiden manche Menschen, daraus einen Beruf zu machen – und verlieren wiederum ihr Hobby. Wie wichtig ist es dann, wieder ein neues Feld der Gestaltung und Schöpferkraft zu finden? Brauchen wir alle mehr Mut zu mehr Fantasie? Entstehen nicht dadurch erst die größten Erfindungen? Wer und was inspiriert uns? Und wie viel Einfluss – im positiven wie im negativen – haben hier soziale Medien, Hobby-Journalisten und selbsternannte Experten, die einem mit einem Wimpernschlag die Freude an der eigenen Kreativität kaputt machen können, weil wir uns entscheiden oder entschieden haben, uns einer äußeren Wertung auszuliefern, anstatt die Erfüllung des Moments nach unserem Geschmack lustvoll und originell im Stillen zu genießen. Was gefällt und berührt – darüber lässt sich weitestgehend streiten, auch wenn manche Trends uns den Geschmack vorgeben, uns durch die Welle der Gruppendynamik mitreißen und den Zugang zur individuellen, persönlichen Vorliebe manches Mal trüben oder verändern. Vielleicht ist es an der Zeit, Kreativität nicht mehr messen, bewerten oder rechtfertigen zu wollen – sondern sie einfach geschehen zu lassen.

Melange à trois I Folge 35 I Fuck, Fuck, Fuck 20 Sep 2025

Leistungsdruck beginnt bereits bei den Kleinsten. Auch als Erwachsener fühlt es sich meistens besser an, zu sagen, was man alles geleistet hat, wie viel auf der Agenda steht, anstatt die vielen Lücken im Kalender zu betonen oder wie oft man geruht hat. Wer sich ausruht, muss es sich verdient haben. Gleichzeitig blicken wir neidvoll auf jene, die es sich augenscheinlich nicht nur finanziell, sondern auch vom Mindset leisten können, einen Gang zurückzuschalten und Auszeiten in ihren Alltag als Fixpunkt zu integrieren, anstatt sich bis zur völligen Erschöpfung von Urlaub zu Urlaub zu hangeln. Auszeit ist für jeden etwas anderes. Eine kleine Auszeit ist selten ein Mangel an Zeit, als vielmehr die Tatsache, es verlernt zu haben, sich diesen wichtigen kurzen Moment auch ohne vorige Anstrengung zu schenken. Wo genau liegt der Punkt, an dem aus gesunder Hingabe eine Abwärtsbewegung in Richtung Erschöpfung entsteht? Warum ist es für manche von uns so unglaublich schwer, sich guten Gewissens etwas zu gönnen und sich selbst, anstatt vielen anderen, die eigene Zeit und Muße zu schenken? In einer Gesellschaft, in der Leistung und Haben mehr zählen als Sein, fällt es vielen von uns zunehmend schwerer, eine gesunde Balance zu finden und neben exzessivem Arbeiten nicht auch exzessives Abschalten zu betreiben – um schlussendlich wieder ausreichend leisten zu können. Die Antwort liegt vermutlich wieder einmal in der goldenen Mitte. Nur wer innerlich gefüllt und aufgeladen ist, meistert auch holprige Wege und mühselige Aufstiege, die das Leben für uns bereithält. So viel ist wohl sicher.

Melange à trois I Folge 34 I Je bunter eine Gesellschaft ist, desto schöner ist sie 13 Sep 2025

Wir 3, aber auch die Menschen in unserem Umfeld, sind sich einig: Alle, die Not erleiden – wie Hunger, Krieg, Katastrophen – müssen die Chance auf ein besseres Leben haben. Der Klimawandel, politische Unruhen sowie fatale Folgen von Machtmissbrauch in hohen Ämtern führen dazu, dass immer mehr Menschen die Last der Flucht auf sich nehmen müssen – in der Hoffnung, das zu bekommen, was wir uns alle wünschen und vor allem möglichst lange erhalten möchten: Frieden, Gesundheit und Sicherheit. Wie schnell diese Grundbedürfnisse ins wirkliche Wanken geraten, können wir – bislang glücklicherweise – den Medien tagtäglich entnehmen und wie einen Film betrachten, während es für so viele Menschen brutale Realität ist. Doch was passiert, wenn aus einst großen europäischen Gesten plötzlich kleinliche Alltagsaversionen bis hin zu pauschalen Vorurteilen, Ängsten und fremdenfeindlichen Haltungen in der eigenen Gesellschaft entstehen? Wie können wir anderen begegnen, ohne uns selbst unfrei zu fühlen? Schaffen wir den Spagat und finden wieder Anhaltspunkte, um das, was uns alle eint, anstatt jenes, was uns religiös und kulturell trennt und unterscheidet, lebendig, bereichernd und gemeinschaftlich umsetzbar zu machen? Oder ist es naiv, sich ein multikulturelles Miteinander auf Augenhöhe, Respekt und Faszination untereinander zu wünschen, damit aus Fremden Freunde werden? Dies und mehr in Folge 34.

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