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Ganz offen gesagt

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„Ganz offen gesagt“ wurde 2017 gegründet und ist der erste regelmäßige, unabhängige Podcast für Politikinteressierte in Österreich. Die Journalist:innen Saskia Jungnikl-Gossy, Anna-Lisa Bier, Georg Renner und der Medienunternehmer Stefan Lassnig diskutieren mit Expertinnen und Experten tiefgehend und konstruktiv über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. „Ganz offen gesagt“ ist unabhängig, transparent und rein subjektiv. Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at

„Ganz offen gesagt“ wurde 2017 gegründet und ist der erste regelmäßige, unabhängige Podcast für Politikinteressierte in Österreich. Die Journalist:innen Saskia Jungnikl-Gossy, Anna-Lisa Bier, Georg Renner und der Medienunternehmer Stefan Lassnig diskutieren mit Expertinnen und Experten tiefgehend und konstruktiv über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. „Ganz offen gesagt“ ist unabhängig, transparent und rein subjektiv. Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at

#61 2026 Prostitution und die Frage nach Macht, Geld und Geschlecht - mit Olivia Frei

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Episoden

#61 2026 Prostitution und die Frage nach Macht, Geld und Geschlecht - mit Olivia Frei 04 Nov 2026

Prostitution gilt oft als das "älteste Gewerbe der Welt", als etwas, das es schon immer gegeben hat und immer geben wird. Doch dahinter stehen Fragen nach Macht und Ungleichheit: Wer kann sich einen Körper kaufen, wer muss den eigenen anbieten, und wer bestimmt die Bedingungen? Darüber spricht Anna-Lisa Bier mit Olivia Frei, Autorin des Buchs „Körper kaufen. Warum wir über Prostitution sprechen müssen“. Frei beschreibt Prostitution als Teil eines patriarchalen Systems, in dem Geschlechterbilder, ungleich verteilte Mittel und Migrationsbewegungen zusammenwirken. Das Gespräch geht der Frage nach, was Selbstbestimmung und Freiwilligkeit unter wirtschaftlichem Druck bedeuten, warum Prostitution aus Freis Sicht nicht mit anderen Dienstleistungen vergleichbar ist und warum in der öffentlichen Debatte kaum über die Männer gesprochen wird, die Sex kaufen. Außerdem geht es um die Grenzen der sexuellen Revolution, die Kritik am Choice-Feminismus und die Rechtslage in Österreich, wo Prostitution legal und je Bundesland unterschiedlich reguliert ist. Frei erklärt, warum sie das nordische Modell befürwortet, das den Sexkauf und das Betreiben von Bordellen unter Strafe stellt, Prostituierte selbst aber straffrei lässt. Zum Abschluss steht die Frage, was Solidarität mit Frauen in der Prostitution konkret bedeuten kann, individuell und politisch. Weiterführende Links: Soforthilfe bei Gewalt, österreichweit, kostenlos, anonym und rund um die Uhr unter 0800 222 555: Frauenhelpline gegen Gewalt Unterstützung für Frauen und Mädchen, die von Frauenhandel betroffen sind, unter 01 796 92 98: LEFÖ-IBF, Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels Beratung für Sexarbeiter:innen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland unter 01 897 55 36: SOPHIE, Beratungszentrum der Volkshilfe Wien In akuten Notsituationen: Polizei 133, Euro-Notruf 112 Das Buch von Olivia Frei: „Körper kaufen. Warum wir über Prostitution sprechen müssen“ beim Haymon Verlag Rechtslage und Regulierung sexueller Dienstleistungen in Österreich: Informationen des Frauenministeriums Bericht der Arbeitsgruppe Sexuelle Dienstleistungen (Jänner 2024): Regelungen sexueller Dienstleistungen in Österreich Zahlen zu Menschenhandel und Prostitution: Lagebericht 2024 des Bundeskriminalamts zu Schlepperei und Menschenhandel Verständliche Einführung ins Thema: Freiwillige Prostitution beim Gesundheitsportal des Bundes Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#60 2026 EU-Spezial: Wie Europa die Pressefreiheit verteidigt 28 Oct 2026

In dieser Spezial-Folge von „Ganz offen gesagt“ nimmt Stefan Lassnig seine Hörerinnen und Hörer mit ins Europäische Parlament nach Straßburg. Dort hat er mit Abgeordneten verschiedener Fraktionen darüber gesprochen, warum freie und unabhängige Medien weltweit und auch in Europa unter Druck geraten. Lukas Mandl (ÖVP) beschreibt Pressefreiheit als Infrastruktur, die eine Gesellschaft so dringend braucht wie sauberes Wasser, und erklärt, was hinter dem Sonderausschuss „European Democracy Shield“ steckt. Helmut Brandstätter (NEOS) erzählt von bemerkenswerten Wortmeldungen rechter Abgeordneter in diesem Ausschuss und beschreibt einen „Zangenangriff“ auf die Demokratie durch amerikanische Plattformen und russische Desinformation. Timo Wölken (SPD) erklärt, wie der Digital Services Act das sogenannte Plattformprivileg mit einem „Notice-and-Action“-System und Trusted Flaggern ausbalancieren soll. Als Berichterstatter der EU-Anti-SLAPP-Richtlinie schildert er außerdem aus erster Hand, warum gerade freie Journalistinnen und Journalisten vor Einschüchterungsklagen geschützt werden müssen. Am Beispiel Österreich zeigt die Folge, wie weit europäischer Anspruch und nationale Wirklichkeit auseinanderliegen können, denn die Richtlinie hätte bis 7. Mai 2026 umgesetzt werden müssen. Zum Schluss erzählt Stefan Lassnig, warum in dieser Folge keine FPÖ-Abgeordneten zu Wort kommen, und zieht sein persönliches Fazit aus Straßburg. Transparenzhinweis: Das Europäische Parlament hat die Reise- und Übernachtungskosten übernommen und unterstützt insgesamt fünf Folgen von „Ganz offen gesagt“ mit einem Produktionskostenbeitrag. Es wurde schriftlich garantiert, dass das Europäische Parlament keinerlei Einfluss auf Inhalte, Gäste, Fragen oder die fertigen Folgen nimmt. Links zur Folge Ganz offen gesagt #59 2026 EU-Spezial: Der Billionen-Basar um die Zukunft der EU Podcastempfehlung der Woche Podcast "I'm sorry Dave" Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#59 2026 EU-Spezial: Der Billionen-Basar um die Zukunft der EU 21 Oct 2026

Rund zwei Billionen Euro, 27 Regierungen mit Vetorecht und ein Parlament, das am Ende nur Ja oder Nein sagen kann: Gerade wird der nächste mehrjährige Finanzrahmen der EU für 2028 bis 2034 verhandelt. Das ist der Rahmen, der für sieben Jahre festlegt, wie viel Geld die Union ausgeben darf und wofür. In dieser Europa-Spezialfolge aus dem EU-Parlament in Straßburg erklärt Georg Renner, wie dieser „größte Verhandlungspoker des Kontinents“ funktioniert. Wer schlägt vor, wer verhandelt, wer entscheidet? Warum kursieren für denselben Vorschlag so unterschiedliche Zahlen? Wie viel zahlt Österreich ein, wie viel kommt zurück, und was wird aus unserem Rabatt? Und warum lehnen fast alle Fraktionen das Modell „ein Plan pro Land“ der Kommission ab, allerdings aus völlig unterschiedlichen Gründen? Dazu kommen fünf Abgeordnete aus fünf Fraktionen zu Wort: Lukas Mandl (ÖVP/EVP), Evelyn Regner (SPÖ/S&D), Helmut Brandstätter (NEOS/Renew), Roman Haider (FPÖ/Patrioten für Europa) und Rasmus Andresen (Grüne, Deutschland), Haushaltsexperte seiner Fraktion. Sie diskutieren über die fünf großen Konfliktlinien: neue EU-Eigenmittel, die Rückzahlung der Corona-Schulden, Geld für Bauern und Regionen, die Kontrolle über die Mittel und neue Prioritäten wie Verteidigung, Ukraine und Klima. Die Folge zeichnet bewusst keinen Tagesstand nach, denn der ändert sich gerade wöchentlich. Sie erklärt das Verfahren, die Hebel und die Lager, damit ihr die Schlagzeilen der kommenden Wochen und Monate besser einordnen könnt. Transparenzhinweis: Diese Folge ist mit Unterstützung des Europäischen Parlaments entstanden. Das Parlament hat, wie für die meisten Journalistinnen und Journalisten, unsere Reisekosten nach Straßburg übernommen. Außerdem hat es sich mit einem Produktionskostenzuschuss an der Finanzierung dieser und der kommenden Europa-Spezialfolgen von „Ganz offen gesagt“ beteiligt. Inhaltliche Vorgaben gab es keine. Niemand hat unsere Fragen vorab gesehen, niemand hat die Antworten vor der Veröffentlichung gesichtet. Auswahl und Einordnung liegen allein bei uns. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#58 2026 40 Jahre Grüne im Parlament - mit Andreas und Stephan Wabl 14 Oct 2026

Als die Grünen 1986 erstmals in den Nationalrat einzogen, galten sie vielen als Chaoten und Eindringlinge in ein geschlossenes politisches System. Andreas Wabl gehörte zu den ersten acht Abgeordneten und erinnert sich an die heftigen Auseinandersetzungen der Anfangsjahre, vom Raucherkammerl als Klubraum bis zu seinem Mittelfinger für Jörg Haider. Gemeinsam mit seinem Neffen, dem Journalisten Stephan Wabl, hat er 2023 das Buch Was wurde aus den Grünen? geschrieben. Mit Saskia Jungnikl-Gossy sprechen sie 40 Jahre nach dem Einzug der Grünen in den Nationalrat über politischen Kampf, über Kurt Waldheim und die Aktion mit der Hakenkreuzfahne, fünf Jahre Regierungsbeteiligung und darüber, was die Grünen heute tun müssten, um wieder eine stärkere Rolle zu spielen. Andreas Wabls Antwort: Die Grünen müssten weniger moralisch auftreten, stärker zeigen, was ihre Politik ganz konkret für Menschen verbessert und wieder mutiger sein. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#57 2026 Wie politisch sind unsere Berge? - mit Alpenvereinspräsident Wolfgang Schnabl 07 Oct 2026

Die österreichischen Berge stehen vor großen Veränderungen. Trockene Sommer, fehlendes Wasser und der Rückgang der Gletscher machen die Folgen des Klimawandels im alpinen Raum immer deutlicher. Gleichzeitig wächst das Interesse an den Bergen und damit auch der Druck auf Natur, Hütten und Wege. Im Gespräch mit Alpenvereinspräsident Dr. Wolfgang Schnabl geht Anna-Lisa Bier der Frage nach, wie die Alpen auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben können. Thema sind die Herausforderungen für Schutzhütten, der zunehmende Besucherandrang und die Frage, wo die Grenzen weiterer Erschließung liegen. Auch die wichtige Arbeit der vielen Ehrenamtlichen und die Rolle der jungen Generation im Alpenverein kommen zur Sprache. Darüber hinaus geht es um die politische und gesellschaftliche Verantwortung des Alpenvereins: um Windkraft, große Infrastrukturprojekte und die Balance zwischen Klimaschutz, Energieversorgung und Naturschutz. Dr. Schnabl spricht außerdem über die historische Aufarbeitung des Vereins und darüber, wie sich der Alpenverein heute für Offenheit und Vielfalt positioniert. Zum Abschluss geht es um eine ganz praktische Frage: Was können wir selbst tun, wenn wir in den Bergen unterwegs sind? Denn Naturschutz beginnt nicht erst bei großen politischen Entscheidungen, sondern auch mit dem eigenen Verhalten am Berg. Weiterführende Links: Gletscherberichte und Gletschermonitor des Österreichischen Alpenvereins: ⁠Gletscherberichte des Alpenvereins Klimawandel und seine Auswirkungen auf die alpine Infrastruktur: ⁠Klimakrise und Auswirkungen auf die alpine Infrastruktur Nachhaltiger Hüttenbetrieb und Umweltschutz: ⁠Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten Energiepolitik und Windkraft in den Alpen: ⁠Position des Alpenvereins zur Windkraft Aufarbeitung der Geschichte des Alpenvereins und der Sektion Donauland: ⁠Podcast „Der Fall Donauland (1/2) Aufarbeitung der Vereinsgeschichte: ⁠„Berg Heil! Alpenverein und Bergsteigen 1918–1945“ Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#56 2026 Über den "Kultureuro" - mit Fabian Burstein 01 Oct 2026

In dieser Folge von "Ganz Offen Gesagt" spricht Anna-Lisa Bier mit Fabian Burstein, Intendant der Kultur-NGO Globart und Host des Podcasts "Bühneneingang", über den Wiener "Kultureuro". Burstein schildert, wie aus einer eigentlich vernünftigen Idee ein handwerklich verunglücktes Politikum wurde und erklärt, wie Wiens Kulturförderung strukturell funktioniert. Darüber hinaus geht es um konkrete Reformideen: ein zentrales Datenmonitoring für Kulturbesuche, das Konzept der "Kulturalisierung" aus dem Roten Wien und die Frage, was eine "unwiederbringliche Zerstörung" der Kulturlandschaft eigentlich bedeuten würde. Zum Schluss erzählt Burstein, was ihn trotz aller Kritik an der Wiener Kulturpolitik zuversichtlich stimmt. Weiterführende Links: Die in dieser Folge verwendeten Ausschnitte stammen aus der Sendung "Wild Umstritten" von ATV vom 16.09.2026. Die gesamte Folge kann hier angesehen werden. Podcast "Bühneneingang — Kultur von innen" Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#55 2026 Über die Zukunft der Arbeit - mit Karin Bauer 30 Sep 2026

Karin Bauer, langjährige Leiterin des Karriere-Ressorts beim "Standard", Unternehmerin und Host des Podcasts „Geht so. Passt schon. Oder?“, spricht mit Stefan Lassnig über die Zukunft der Arbeit. Im Zentrum stehen die Fragen, wie KI Arbeitsstunden, Berufsbilder und die Zusammensetzung von Teams verändert. Bauer beschreibt die derzeitige Unsicherheit vieler Beschäftigter, die sich laufend weiterbilden, ohne zu wissen, welche Kompetenzen in wenigen Jahren tatsächlich gefragt sein werden. Sie kritisiert, dass Verantwortung für „Employability“ zunehmend auf Einzelne verlagert werde, obwohl auch Unternehmen keine verlässlichen Antworten auf die künftigen Anforderungen hätten. Zugleich sieht sie Fortschritte gegenüber früheren Arbeitswelten: mehr Bewusstsein für Diversität, faire Behandlung, Arbeitszeit und weniger Akzeptanz autoritärer Hierarchien. Homeoffice, Flexibilität, Weiterbildung und gute Führung bleiben aus ihrer Sicht wichtige Faktoren, während bloße Benefit-Versprechen an Bedeutung verlieren. Für Personalabteilungen entstehe mit KI eine neue Aufgabe: nicht nur Menschen, sondern auch KI-Agents als Teil von Teams strategisch auszuwählen und zu steuern. Bauer warnt, dass die Folgen von Automatisierung und demografischem Wandel politisch noch zu wenig umfassend diskutiert würden. Ihr Rat an junge Menschen lautet: Interessen verfolgen, Wege ausprobieren, lineare Karrierevorstellungen loslassen, Unterstützung einfordern und skeptisch bleiben. Podcastempfehlung der Woche: Podcast "Geht so. Passt schon. Oder?" Links zur Folge: René Knapp (UNIQA) im Podcast "Geht so. Passt schon. Oder?" Folge #19 IchKraft. WirKraft. Führungskraft. - Folge #1 mit Sylvia Sperandio Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#54 2026 Wer leiht Österreich eigentlich seine Milliarden? - mit Markus Stix 23 Sep 2026

Weltweit steigen die Zinsen, die Staaten für ihre Schulden zahlen müssen – die USA liegen bei zehnjährigen Anleihen mittlerweile über fünf Prozent, Großbritannien zahlt für 30-jährige fast sieben. Aber wie funktioniert das eigentlich, wenn sich ein Staat Geld leiht? Markus Stix, Geschäftsführer der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur, muss dafür sorgen, dass die Republik jederzeit liquide ist – heuer geht es um 200 Milliarden Euro. Im Gespräch mit Georg Renner erklärt er, wo Österreich sein Geld herbekommt: von der klassischen Bundesanleihe über die 100-jährigen Anleihen, die weltweit nur Österreich begeben hat, bis zum "Bundesschatz", mit dem Bürgerinnen und Bürger der Republik direkt Geld leihen können. Außerdem: warum grüne Anleihen kein PR-Schmäh sind, weshalb die weltweite Zinswende Österreich dank langer Laufzeiten langsamer trifft als etwa Frankreich – und warum die Zinsspirale trotzdem eine Warnung ist, das Budget in den Griff zu bekommen. Wollt Ihr mehr wissen? Die Homepage der OeBFA: https://www.oebfa.at/ Hier könnt Ihr der Republik selber Geld leihen: https://www.bundesschatz.at/ Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#53 2026 Auf ins neue Schuljahr - mit Felix Stadler 16 Sep 2026

Felix Stadler kennt das Wiener Bildungssystem aus zwei Perspektiven: Er ist Lehrer und sitzt für die Grünen im Wiener Gemeinderat, wo er sich mit Bildungspolitik beschäftigt. Zum Start des neuen Schuljahres spricht er mit Saskia Jungnikl-Gossy über die ungleichen Voraussetzungen an Wiener Schulen. Warum konzentrieren sich Kinder mit Deutschförderbedarf an manchen Schulstandorten besonders stark? Wie lässt sich die Qualität einer Schule überhaupt messen und sollten die Ergebnisse einzelner Schulen öffentlich sein? Außerdem geht es um Lehrermangel, die Aussagekraft von Noten und darum, was sich im Wiener Bildungssystem aus Sicht eines Lehrers ändern müsste, der zugleich selbst Bildungspolitik macht. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#52 2026 Wer zahlt den Preis für gutes Essen? - mit Parvin Razavi 09 Sep 2026

In dieser Folge spricht Anna-Lisa Bier mit Spitzenköchin Parvin Razavi über ihren persönlichen Weg in die Gastronomie und die Veränderungen, vor denen die Branche heute steht. Als Foodbloggerin kam Parvin Razavi ursprünglich aus einer ganz anderen Richtung in die Gastronomie, heute leitet sie ein mit drei Hauben ausgezeichnetes Restaurant. Ihr eigener Weg gibt dabei auch Einblicke in die Strukturen, Erwartungen und Herausforderungen, die den Alltag in professionellen Küchen prägen. Im Gespräch geht es um das klassische Brigadesystem und die damit verbundenen Hierarchien in den Profiküchen, aber auch um Geschlechterungleichheit und die nach wie vor geringe Zahl von Frauen in Führungspositionen der Spitzengastronomie. Parvin Razavi erzählt, welche Erfahrungen sie selbst gemacht hat und warum sich ihrer Ansicht nach nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern auch das Verständnis von Führung in der Gastronomie verändern muss. Dabei geht es um den schwierigen Spagat zwischen wirtschaftlichem Druck und der Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeiter*innen. Wie viel kann und muss ein Betrieb seinen Angestellten abverlangen? Was bedeutet gute Führung in einer Branche, die traditionell von langen Arbeitszeiten, hohem Leistungsdruck und klaren Hierarchien geprägt ist? Und wie lässt sich ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem Professionalität und hohe Ansprüche nicht im Widerspruch zu Respekt, Wertschätzung und einem guten Leben stehen? Auch die Rolle der Gäste wird dabei zum Thema. Denn Gastronomie endet nicht bei dem Moment, in dem das Essen auf dem Teller liegt. Hinter jedem Gericht stehen Menschen, Arbeitsbedingungen und die Frage, woher die verwendeten Produkte kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Mit ihren Entscheidungen können Gäste beeinflussen, welche Form von Gastronomie unterstützt wird und welche Werte dabei eine Rolle spielen. Am Ende der Folge steht die Frage, die sich durch das ganze Gespräch zieht: Was müsste sich politisch, strukturell und kulturell ändern, damit gute Arbeitsbedingungen in der Gastronomie nicht länger vom guten Willen einzelner Küchenchef*innen wie Parvin Razavi abhängen, sondern zum Standard der gesamten Branche werden? Hilfe für Betroffene: Arbeiterkammer: Beratung und Unterstützung bei Problemen am Arbeitsplatz, Diskriminierung und sexueller Belästigung. Gleichbehandlungsanwaltschaft: Kostenlose und vertrauliche Beratung bei Diskriminierung und sexueller Belästigung. Gewerkschaft vida: Unterstützung und Beratung für Beschäftigte in der Gastronomie. Weiterführende Links: Wer tiefer in die Themen dieser Folge eintauchen möchte, findet bei Dossier eine ausführliche Recherche zur Gastronomiebranche. Das Magazin beleuchtet die Strukturen, Arbeitsbedingungen und Herausforderungen der Branche aus unterschiedlichen Perspektiven. Ranking 100bestchefs von Rolling Pin Interview mit Gault Millau: Parvin Razavi und weitere österreichische Spitzenköch*innen über Arbeitskultur, Hierarchien und Verantwortung in der Gastronomie Female Chefs: Netzwerk und Plattform für Frauen in der Gastronomie und Kulinarik Wirtschaftskammer Österreich (WKO): Informationen, Zahlen und aktuelle Themen rund um die österreichische Gastronomie DEMA-Institut: Zahlen und Hintergründe zur Rolle von Einwanderung für Gastronomie und Tourismus in Österreich &flora im Hotel Gilbert: Das von Parvin Razavi geführte Restaurant in Wien Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#51 2026 Über die Freimaurer - mit Peter Gnaiger 02 Sep 2026

In dieser Spezial-Folge geht es um die "Freimaurer". Was hat dieser Männer-Geheimbund mit Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und dem ehemaligen Präsidenten der Wiener Wirtschaftskammer Walter Ruck zu tun? Was machen eigentlich diese ominösen Freimaurer, welche Rituale vollziehen sie und wie weit reichen diese Verbindungen in Österreichs Spitzenpositionen in Politik und Medien hinein? Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

REPLAY #70 2025 Trump, wie ein König - mit Ralph Janík 26 Aug 2026

REPLAY: Unsere Hosts sind in der Sommerpause und so wiederholen wir an dieser Stelle besonders interessante Folgen (Erstveröffentlichung dieser Episode war am 10.12.2025): Was bedeutet die neue US-Sicherheitsstrategie, die das vereinte Europa praktisch zur unerwünschten Organisation erklärt, für Österreich und die regelbasierte Weltordnung? Georg Renner spricht mit Völkerrechtler Ralph Janík über die zertrümmerten Konventionen des 20. Jahrhunderts - und was danach kommen wird. Hier findet Ihr die Trump-Sicherheitsstrategie: https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2025/12/2025-National-Security-Strategy.pdf Ralph Janíks eigener Podcast: https://ralphjanik.com/podcast/ Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

REPLAY #47 2025 Über die Zukunft des österreichischen Pensionssystems - mit Christine Mayrhuber 19 Aug 2026

REPLAY: Unsere Hosts sind in der Sommerpause und so wiederholen wir an dieser Stelle besonders interessante Folgen (Erstveröffentlichung dieser Episode war am 20.08.2025): In dieser Folge von Ganz Offen Gesagt spricht Anna-Lisa Bier mit Christine Mayrhuber. Sie ist Ökonomin, stellvertretende Direktorin des WIFO und Vorsitzende der Alterssicherungskommission. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf die Zukunft des österreichischen Pensionssystems und besprechen, wie sich die Alterssicherung verändern muss, damit sie auch für kommende Generationen tragfähig bleibt. Mayrhuber erklärt, warum das Pensionssystem unter Reformdruck steht, welche Auswirkungen aktuelle Sparpläne und Antrittsaltersdebatten haben, und warum besonders Frauen von Altersarmut betroffen sind. Es geht um strukturelle Ungleichheiten, politische Versäumnisse und die Frage, was junge Menschen heute realistisch von ihrer Pension und dem System erwarten können. 📊 Wie sieht mein eigenes Pensionskonto aus? Der offizielle Pensionskontenrechner ermöglicht die Einsicht in die aktuelle Gutschrift sowie eine erste Prognose der eigenen Pension. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#50 2026 Über junge Nazis - mit Angelique Geray 12 Aug 2026

In dieser Spezial-Folge von "Ganz offen gesagt" berichtet die Journalistin Angelique Geray von ihrer Undercover-Recherche in der rechtsextremen Gruppe „Letzte Verteidigungswelle“, deren Mitglieder überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene waren. Ausgangspunkt ihrer Recherche war die Beobachtung, dass rechtsextreme Inhalte auf Plattformen wie TikTok, Instagram und Snapchat zunehmend als Jugendkultur auftreten. In geschlossenen Chatgruppen stießen sich die Mitglieder gegenseitig zu Gewalt, Brandstiftung und Angriffen auf politische Gegner und Geflüchtete an. Die Gruppe war hierarchisch nach nationalsozialistischem Vorbild organisiert und verbreitete ihre Ideologie auch mithilfe von Bildern und Videos. Geray schildert, wie aus digitaler Propaganda reale Gefahren wurden, etwa durch den geplanten Angriff auf eine Geflüchtetenunterkunft mit Kugelbomben. Sie erklärt, weshalb sie Informationen über konkrete Straftaten und Tatpläne an die Behörden weitergab, obwohl das ihre Undercover-Recherche gefährdete. Nach den Ermittlungen wurde sie selbst zur Zielscheibe einer Morddrohung, die bei einer Zellendurchsuchung eines Gruppenmitglieds entdeckt wurde. Im Gespräch geht es außerdem um Sicherheitsvorkehrungen, die Verantwortung von Medienhäusern bei verdeckten Recherchen und den Vorwurf, Journalist:innen könnten durch ihre Recherche eine provokative Rolle einnehmen. Links zur Folge: Podcast „Braune Kinderzimmer“ (Stern) RTL-Doku (youtube) NDR-Bericht über den Prozess ZDF-Bericht über den Prozess Dunkelkammer Folge #329 Undercover bei jungen Nazis - mit Angelique Geray Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

REPLAY #15 2026 "Nahost. Nah dran." - mit Karim El-Gawhary 05 Aug 2026

REPLAY: Unsere Hosts sind in der Sommerpause und so wiederholen wir an dieser Stelle besonders interessante Folgen (Erstveröffentlichung dieser Episode war am 02.03.2026): Journalist und Nahost-Experte Karim El-Gawhary beschreibt die Situation im Gazastreifen als humanitäre Katastrophe mit zerstörter Infrastruktur, massiver Vertreibung und einer „Waffenruhe“, die diesen Namen kaum verdient. Er betont, dass die israelische Besatzung von Gaza und Westjordanland der zentrale Kernkonflikt ist und skizziert vier Optionen: Status quo, Vertreibung der Palästinenser, eine inzwischen fast unmögliche Zwei-Staaten-Lösung und eine schwer vorstellbare Einstaaten-Lösung mit gleichen Rechten für alle. El-Gawhary kritisiert die Rolle der USA und die „Glitzerpläne“ für Gaza, die die Lebensrealität der Palästinenser ausblenden, und warnt vor der politischen Dynamik unter Präsident Trump. Im Blick auf den Iran spricht er über ein reformunfähiges Regime, eine polarisierte Gesellschaft, mögliche Szenarien von Militärdiktatur bis Staatszerfall und die Gefahr eines regionalen Flächenbrands inklusive Angriffen auf Öl-Infrastruktur und der Straße von Hormus. Er erklärt, wie begrenzt der Zugang von Journalist:innen nach Gaza ist, schildert seine Arbeitsweise mit lokalen Partnern vor Ort und warum er konsequent menschennahe Geschichten erzählt. El-Gawhary setzt sich mit Vorwürfen der Einseitigkeit und des Antisemitismus auseinander und verweist darauf, dass Begriffe wie „Besatzung“ und „besetzte Gebiete“ völkerrechtlich definiert und vom Internationalen Gerichtshof bestätigt sind. Persönlich spricht er über Shitstorms, die Nicht-Verlängerung seines ORF-Vertrags, die große öffentliche Wertschätzung und seine Motivation, als unabhängiger Journalist weiterzuarbeiten – unter anderem mit einem wöchentlichen Podcast „Nahost. Nah dran.“ und Live-Formaten. Zum Schluss erzählt er, wie ihn Geschichten extremer Gewalt und Ohnmacht belasten und warum „Ausladen“ – also Erzählen, Schreiben und Diskutieren – für ihn ein zentraler Weg ist, seelisch in Balance zu bleiben. Titelbild Folge: Sascha Osaka Links zur Folge: Podcast "Nahost. Nah dran" von Karim El-Gawhary Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#49 2026 (Fast) ein Jahr Informationsfreiheit! - mit Maximilian Werner 29 Jul 2026

Vor knapp einem Jahr, am 1. September 2025, hat das Informationsfreiheitsgesetz das Amtsgeheimnis in Österreich abgelöst – Zeit für eine erste Bilanz. Maximilian Werner, Innenpolitik-Redakteur beim "Standard" und einer der fleißigsten Anwender des neuen Gesetzes, erzählt im Gespräch mit Georg Renner, was das IFG in der Praxis taugt: Warum er vor Gericht das Recht auf Einsicht in den Kalender von Bundeskanzler Stocker erstritten hat (das Kanzleramt hat Revision erhoben), was der Tiergarten Schönbrunn über seinen Panda-Vertrag mit China verschweigen will und wieso die Vorarlberger Landesregierung ihr Abstimmungsverhalten zur Messenger-Überwachung geheim hält. Werner erklärt, wie eine IFG-Anfrage funktioniert, welche Ausnahmegründe die Behörden gerne strapazieren – Stichwort "Vorbereitung einer Entscheidung" – und warum die kurzen Fristen für Journalistinnen und Journalisten der eigentliche Fortschritt sind. Außerdem: Wie das Grundrecht auf Information und das Veto der Länder Österreich vor einem Rückbau der Transparenz schützen, wie er gerade in Deutschland diskutiert wird. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#48 2026 Wie heiß darf eine Stadt werden? - mit Andreas Januskovecz 22 Jul 2026

Die Sommer werden heißer, Tropennächte häufiger und extreme Wetterereignisse nehmen zu. Was bedeutet das für das Leben in einer Millionenstadt? Andreas Januskovecz, Bereichsleiter für Klimaangelegenheiten der Stadt Wien, spricht mit Saskia Jungnikl-Gossy darüber, warum Hitze längst eine soziale und gesundheitliche Frage ist, weshalb Schulen, Spitäler und Pflegeeinrichtungen besser geschützt werden müssen und warum Außenjalousien, Gebäudesanierung und Fernkälte zu den wichtigsten Hebeln gehören. Es geht um den Wienerwald als größte Klimaanlage der Stadt, um weniger Autos und die Frage, wie Wien in Zukunft lebenswert bleiben kann. Den Wiener Hitzeaktionsplan gibt es hier. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#47 2026 Wie gelingt ein digitales Leben im Alter? - mit Edith Simöl 15 Jul 2026

Österreich wird älter – und gleichzeitig digitaler. Anfang 2026 waren rund 1,91 Millionen Menschen in Österreich über 65 Jahre alt. Seit 2021 leben in Österreich sogar mehr Senior:innen als Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren. Während Amtswege, Bankgeschäfte und Gesundheitsleistungen zunehmend digital abgewickelt werden, stellt sich eine zentrale gesellschaftspolitische Frage: Wie können alle Menschen am digitalen Leben teilhaben? In dieser Folge spricht Anna-Lisa Bier mit Edith Simöl, der Leiterin der Servicestelle Digitale Senior:innen. Gemeinsam diskutieren sie, welche Herausforderungen ältere Menschen im digitalen Alltag erleben, welche Rolle digitale Bildung spielt und wie Künstliche Intelligenz, Cyberkriminalität und der rasante digitale Wandel die Anforderungen an digitale Kompetenzen verändern. Außerdem geht es um die Verantwortung von Politik, Verwaltung und Gesellschaft: Welche Maßnahmen braucht es, um digitale Teilhabe langfristig zu sichern? Wie können Bildungsangebote gestaltet werden, damit sie möglichst viele Menschen erreichen? Und warum ist digitale Kompetenz heute eine Voraussetzung für Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe? Weiterführende Links: Bildungsangebote und weitere Informationen der Digitalen Senior:innen Selbsttest Wie digital fit sind Sie? Mehr zu der Digitalen Dekade der EU Mehr zu Digital Austria, der Digitalen Kompetenzoffensive der Österreichischen Bundesregierung Mehr zu dem europäischen Referenzmodell für digitale Kompetenzen Über die Bevölkerungsprognosen der Statistik Austria (Standard.at) Studie "Digital Skills Austria 2026" der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH Studie "Seniorinnen und Senioren in der digitalen Welt" von Bitcom Deutschland Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#46 2026 Wie es mit dem Journalismus in Zeiten der KI weitergeht - mit Patrick Swanson 09 Jul 2026

Wie verändert künstliche Intelligenz den Journalismus – und könnte sie am Ende sogar seine Rettung sein? Darüber spricht Georg Renner in dieser Folge mit Patrick Swanson. Der frühere Social-Media-Chef der ORF-"Zeit im Bild" lebt heute im Silicon Valley und berät mit seiner Firma Verso Medienhäuser in Europa und den USA beim Einsatz von KI. Ausgangspunkt des Gesprächs ist Swansons vieldiskutierter Essay "We're at the Beginning of Something Better": eine bewusst optimistische Vision, in der kleine, wendige Newsrooms mit ein, zwei Journalist:innen dank KI erstmals wirtschaftlich selbsttragend arbeiten können – nach dem Prinzip "menschliches Frontend, technisches Backend". Swanson erklärt, welche Tätigkeiten die KI übernehmen kann und welche radikal menschlich bleiben müssen, warum er die Flucht der Medienbranche in immer mehr öffentliche Förderung für gefährlich hält und wie eine sinnvolle Gründungsförderung nach Vorbild des Media Forward Fund aussehen könnte. Außerdem geht es um die technologische Abhängigkeit Europas von amerikanischen und chinesischen KI-Anbietern, um die schwierige Transformation etablierter Medienhäuser – inklusive der ehrlichen Ansage, dass nicht jeder Job bleiben wird – und um Swansons Tipps für Journalist:innen, die sich jetzt mit den neuen Tools auseinandersetzen wollen. Hier findest du Patricks Essay: https://verso.ink/posts/beginning-of-something-better/ Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#45 2026 Über den Wahlerfolg von Kommunistin Elke Kahr - mit Bernd Hecke 08 Jul 2026

In dieser Folge spricht Gastgeber Stefan Lassnig mit dem Journalisten Bernd Hecke (Kleine Zeitung) über die Gemeinderatswahl in Graz und den erneuten Wahlsieg der KPÖ. Im Zentrum steht die außergewöhnliche Rolle von Bürgermeisterin Elke Kahr, deren Nahbarkeit, Sozialsprechstunden und bewusst bescheidener Lebensstil das Bild einer „Politikerin von unten“ prägen. Hecke erklärt, wie konsequente Sozialarbeit, kommunaler Wohnbau und eine von den Grünen umgesetzte Verkehrswende die Stadtpolitik der letzten Jahre bestimmt haben. Zugleich werden der historische Absturz der SPÖ, die innere Zerreißprobe der FPÖ samt Finanzskandal und die strategischen Fehler anderer Parteien analysiert. Die Episode zeigt, warum klassische Themen wie Wohnen, Verkehr und Sozialpolitik in Graz von der KPÖ glaubwürdiger besetzt werden als von ihren Mitbewerbern. Abschließend diskutieren Lassnig und Hecke, welche Lehren aus dem „Grazer Modell“ für andere Städte und Ebenen wie Land und Bund gezogen werden können und wie sich eine Politik ohne Elke Kahr in Zukunft verändern könnte. Links zur Folge: Kleine Zeitung Tipp der Woche: jetzt.at - Mitgliederkampagne Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#44 2026 Nachbarinnen - mit Christine Scholten 01 Jul 2026

Integration wird in Österreich meist als politische Debatte geführt. Christine Scholten erlebt sie seit vielen Jahren im Alltag. 2012 gründet sie den Verein NACHBARINNEN, dort begleiten Sozialassistentinnen mit Migrationshintergrund Familien direkt zuhause. Sie sprechen diverse Muttersprachen und helfen isoliert lebenden Familien bei der Integration, im Alltag und bei der Bewältigung von Krisen, so werden Herausforderungen sichtbar und Vertrauen entsteht. Im Gespräch mit Saskia Jungnikl-Gossy erzählt Scholten, warum Frauen oft der Schlüssel zu gelingender Integration sind, und warum Integration nicht nur Aufgabe derer ist, die neu nach Österreich kommen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#43 2026 SPEZIAL Was lernen wir durch Trump? - Teil 3 24 Jun 2026

In dieser Spezial-Folge von „Ganz offen gesagt“ aus der Reihe "Was lernen wir durch Trump?" führt Host Michel Reimon durch ein Gespräch mit Julia Ebner und Barbara Haas über den Rechtsruck in den USA und seine Übertragung nach Europa, insbesondere über Netzwerke rund um Donald Trump, Peter Thiel und christlich-fundamentalistische Akteure. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass extrem konservative Narrative – von „Remigration“ über den „großen Austausch“ bis zu antifeministischen Familienbildern – aus Online-Randzonen in den gesellschaftlichen Mainstream wandern. Julia Ebner schildert, wie sie undercover in rechtsextremen und islamistischen Gruppen recherchiert hat und wie sehr Verschwörungsmythen inzwischen in hohe politische Ebenen vorgedrungen sind. Barbara Haas erklärt, wie Treadwives-Influencerinnen und konservative „Bullshit mit Blümchenkleid“-Ästhetik traditionelle Rollenbilder als persönlichen Lifestyle und vermeintliche Selbstermächtigung verkaufen, während sie politisch Frauenrechte unterminieren. Die Runde analysiert den Boom christlicher Influencer:innen im deutschsprachigen Raum, die Unterordnung der Frau als „gutes Christinnentum“ framen und von Social-Media-Algorithmen verstärkt werden, sowie die strategische Öffnung von FPÖ und AfD gegenüber religiöser Rhetorik. Ein zentrales Thema ist die Krise der Männlichkeit: von Luxmaxing, Fitnesskult und aggressiven Männlichkeitsmythen bis zur politischen Instrumentalisierung von Mixed Martial Arts und Käfigkämpfen im Umfeld von Donald Trump. Reimon, Ebner und Haas diskutieren, wie wahrgenommene Statusverluste, ökonomischer Druck, Krisenerfahrungen und KI-Angst junge Männer für autoritäre und misogyne Ideologien anfällig machen. Am Ende steht die Frage, was Europa von der Entwicklung in den USA lernen kann: etwa besser auf die Sorgen junger Männer zu reagieren, soziale Sicherungssysteme als demokratischen Schutzschild zu stärken und feministische, liberale Antworten schneller und attraktiver zu kommunizieren, bevor sich autoritäre Bewegungen verfestigen. Links zur Folge: Buch "Massenradikalisierung" von Julia Ebner (Suhrkamp) Buch "Bullshit mit Blümchenkleid" von Barbara Haas (Ueberreuter) Ganz offen gesagt #19 2026 Was lernen wir von Trump Teil 1 Ganz offen gesagt #40 2026 Was lernen wir von Trump Teil 2 Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#42 2026 Warum wird über NGOs diskutiert? - mit Michaela Neumayr 18 Jun 2026

NGO's sind aus dem öffentlichen Leben derzeit kaum wegzudenken. Sie betreiben Pflegeeinrichtungen, leisten Katastrophenhilfe, engagieren sich im Umweltschutz, organisieren Sportveranstaltungen oder vertreten gesellschaftliche Interessen. Und das über ganz Österreich verteilt und darüber hinaus. In den letzten Jahren ist der Begriff NGO aber immer wieder in den Diskurs geraten. Woran das liegt, bespricht Felix Keiser mit der Nonprofit-Expertin Michaela Neumayr. Es geht darum, was NGO's und NPO's eigentlich sind, wie sie sich finanzieren und welche Rolle sie in Österreichs Gesellschaft und Wirtschaft spielen. Es ist ein Gespräch über die Zusammenarbeit zwischen Staat und Zivilgesellschaft. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#41 2026 Über die Fußball-Weltmeisterschaft - mit Andreas Hagenauer 17 Jun 2026

Die Fußball-WM findet erstmals mit 48 Teams statt und wird in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. Doch wie groß ist die Begeisterung tatsächlich? Wie blickt Amerika auf die größte Sportveranstaltung der Welt? Gemeinsam mit Andreas Hagenauer, Sportjournalist beim Standard, spricht Saskia Jungnikl-Gossy über die Atmosphäre vor Ort, die Entwicklung des Fußballs in Österreich und erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#40 2026 SPEZIAL Was lernen wir durch Trump? - Teil 2 16 Jun 2026

In dieser Folge aus der Serie "SPEZIAL Was lernen wir durch Trump?" widmet sich Gast-Host Michel Reimon dem Milliardär Peter Thiel, der Strömung der „dunklen Aufklärung“ und ihrer Rolle im politischen Projekt von Donald Trump – mit Blick auf Auswirkungen auf Europa und Österreich. Der Theologe Wolfgang Palaver schildert seine dreißigjährige Gesprächsbeziehung zu Thiel und verteidigt die Idee, Thiel öffentlich kritisch zu befragen, um Widersprüche und Gefahren seiner antidemokratischen Positionen sichtbar zu machen, statt ihn symbolisch „auszuladen“. Claudia Zettel hält dem entgegen, dass Thiels Ablehnung von Demokratie, Frauenwahlrecht und Gleichberechtigung längst offen dokumentiert sei und öffentliche Bühnen ihn eher normalisieren als entlarven. Im Zentrum steht die Ideologie der „dunklen Aufklärung“, die Gleichwertigkeit und Demokratie verwirft, technokratische CEO-Herrschaft und radikale technologische Beschleunigung propagiert und in libertären wie rechtsautoritären Netzwerken verankert ist. Die Runde diskutiert, wie Tech-Eliten wie Thiel, Elon Musk und andere Silicon-Valley-Akteure rechtspopulistische Bewegungen in den USA und Europa fnanzieren oder instrumentalisieren und damit Regulierungen, insbesondere der EU, zu unterlaufen versuchen. Aus europäischer Perspektive werden Versäumnisse bei Digitalisierung, KI, Plattformregulierung und strategischer Souveränität thematisiert, von der Abhängigkeit von US-Techkonzernen über Rüstungspolitik bis hin zur verschleppten Energiewende. Palaver und Zettel sprechen darüber, wie sich Europas Demokratien zwischen Effzienzversprechen des Marktes und dem politischen Anspruch auf Gleichheit und Solidarität behaupten können, ohne in nationalstaatlichem Kleinklein stecken zu bleiben. Am Ende verweist Palaver auf sein Buch „Medienmassen“ im Karl-Auer-Verlag zur technologisch-medialen Revolution und der Dunkelaufklärung und die Notwendigkeit, dem ideologischen Projekt der Tech-Eliten eine selbstbewusste, europäische demokratische Antwort entgegenzusetzen. Links zur Folge: Buch "Survival of the Richest" von Douglas Rushkoff (Morawa) Buch "Magnifica Humanitas" von Papst Leo XVI (Morawa) Buch "Medienmassen" von Michel Reimon (Carl-Auer-Verlag) Ganz offen gesagt #70 2025 „Trump, wie ein König – mit Ralph Janík" Ganz offen gesagt #2 2026 „Über Trump, Venezuela und die Folgen – mit Martin Weiss“ Ganz offen gesagt #19 2026 „Was lernen wir durch Trump? – Teil 1“ Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#39 2026 Zum Diktator in 30 Tagen - mit Blauer Elefant 10 Jun 2026

Stefan Lassnig spricht mit dem Wiener Psychiater und Satiriker „Blauer Elefant“ über sein satirisches Handbuch „Zum Diktator in 30 Tagen“ und die „Rezeptur“ des modernen Rechtspopulismus. Die beiden diskutieren, wie autoritäre Persönlichkeiten in Zeiten von Kontrollverlust und Dauerkrisen mit einfachen Antworten, starken Bildern und klaren Freund‑Feind‑Narrativen punkten. Ausführlich geht es um die Rolle von Social Media, Boulevard und parteinahen Paramedien, deren Algorithmen und Mechanismen (Verknappung, Emotionalisierung, Polarisierung) rechtspopulistischen Akteuren enorme Reichweiten ermöglichen. „Blauer Elefant“ erklärt, warum Nationalismus, Personenkult und die Konstruktion von Feindbildern – vom „Schrödingers Ausländer“ bis zur „Lügenpresse“ – Kernbestandteile dieses Playbooks sind. Zum Abschluss wird die Frage gestellt, warum etablierte Parteien Emotionen wie Angst, Wut und Ohnmacht zu wenig adressieren und damit jenen das Feld überlassen, die mit einfachen Erzählungen komplexe Probleme ausnutzen. Links zur Folge: Buch "Zum Diktator in 30 Tagen" (Morawa) Podcast "Braune Kinderzimmer" (Stern) Ganz offen gesagt Folge #15 2025 Über Allahs mächtige Influencer Podcastempfehlung der Woche: Die Open-AI Story (ARD) Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#38 2026 Über bioethische Entscheidungen in der Politik - mit Christiane Druml 03 Jun 2026

In dieser Folge spricht Anna-Lisa Bier mit Dr. Christiane Druml, Juristin und Vorsitzende der österreichischen Bioethikkommission. Die Kommission berät das Bundeskanzleramt in bioethischen Fragen und bringt Expertise aus Humanmedizin, Recht, Philosophie und weiteren Fachbereichen zusammen. Gemeinsam sprechen sie über die Rolle der Bioethikkommission im politischen Entscheidungsprozess, über ethische Konflikte in Medizin und Forschung, den Einfluss gesellschaftlicher Debatten und Wissenschaftsskepsis sowie über die Herausforderungen, die neue Technologien für Politik und Gesellschaft mit sich bringen. Außerdem geht es um die Bedeutung ethischer Bildung, internationale Unterschiede im Umgang mit bioethischen Fragen und einen Ausblick auf die bioethischen Herausforderungen der Zukunft. Weiterführende Links: Mehr Informationen zur Bioethikkommission Festschrift zu 20 Jahren Bioethikkommission (2021) Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#37 2026 Über Macht, KI und Demokratie - mit Erich Prem 02 Jun 2026

In dieser Folge von „Ganz offen gesagt“ erläutert Erich Prem, warum der Digitale Humanismus als Bewegung den Menschen, seine Würde und die Demokratie ins Zentrum technologischer Entwicklung stellen will – und warum das eher posthumanistisch als technikfeindlich zu verstehen ist. Anhand konkreter Beispiele – vom simplen Online-Formular über Smart-Home-Lösungen und Elektroautos bis hin zu Social-Media-Plattformen und KI‑Systemen – zeigt er, wie Designentscheidungen Werte einschreiben, Macht konzentrieren und im Extremfall Leib, Leben und Freiheit gefährden können. Prem beschreibt, wie Plattformen durch Datensammlung, algorithmische Selektion und Intransparenz unsere Informationsräume fragmentieren, demokratische Öffentlichkeit unter Druck setzen und geopolitische Machtinstrumente werden. Ausgangspunkt der Diskussion sind die fünf Prinzipien des Digitalen Humanismus: Demokratie und Rechtsstaat schützen, Menschenwürde und Grundrechte sichern, gesellschaftliche Teilhabe fördern, verantwortliche Innovation und Regulierung gestalten sowie Bildung, Kritikfähigkeit und offene Kulturen stärken. Besonders ausführlich sprechen Lassnig und Prem darüber, wie Regulierung – etwa auf EU‑Ebene mit Instrumenten wie dem AI Act – Innovation nicht verhindern, sondern bei konsequenter Durchsetzung ein „Level playing field“ schaffen und digitale Souveränität Europas stärken kann. Im Bildungsbereich plädiert Prem dafür, KI als Chance und Risiko zugleich zu begreifen: Sie kann etwa das Sprachenlernen revolutionieren, birgt aber die Gefahr, dass grundlegende Fähigkeiten, Urteilsvermögen und Plausibilitätschecks verloren gehen, wenn man sich zu sehr auf Chatbots verlässt. Auf individueller Ebene rät er zu mehr Bewusstsein bei der Nutzung digitaler Dienste – etwa bei Datenfreigaben, Smart Devices und Gesundheits‑Apps – und warnt vor der leichtfertigen Abgabe von Autonomie an Systeme, die uns normierendes Verhalten aufzwingen. Politisch engagiert er sich u. a. über den Verein für Digitalen Humanismus, das EU‑Projekt EUDHIT, das open‑access Buch „Introduction to Digital Humanism“ und eine internationale Konferenz in Wien, um Debatte, Vernetzung und konkrete Handlungsvorschläge für eine menschengerechte digitale Zukunft voranzutreiben. Links zur Folge: Introduction to Digital Humanism Digital Humanism Conference in Wien Wiener Manifest für Digitalen Humanismus EUDHIT (European Digital Humanism Initiative) Podcastempfehlung der Woche: Reclaim: Tic Tac Toe Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#36 2026 Wenn der Krieg nach Österreich kommt - mit Franz-Stefan Gady 27 May 2026

Was würde passieren, wenn es in den Jahren nach einem ukrainischen Waffenstillstand zu einem Krieg zwischen Russland und der NATO käme – und wie wäre Österreich davon betroffen? Der Militäranalyst Franz-Stefan Gady hat genau dieses Szenario in seinem neuen Buch „Überfall. Wenn der Krieg zu uns kommt" durchgespielt: mit Raketenangriffen auf österreichische Verkehrsknoten, russischen Saboteuren am Boden und einer Neutralität, die im Ernstfall mehr Probleme schafft als löst. Georg Renner spricht mit ihm darüber, warum gerade Österreich als „Transversale" für NATO-Nachschub ins Baltikum ein militärisch logisches Ziel wäre, woher seine Annahmen kommen – und was Politik und Bundesheer jetzt tun müssten. Transparenzhinweis: Georg Renner hat das Buch verlagsseitig als Lektor begleitet. Weiterhören: Empfohlen sei die GOG-Folge mit Außenministerin Beate Meinl-Reisinger zur EU-Verteidigungsarchitektur und Österreichs Rolle darin: https://podcastradio.at/c-dialoge/wie-sich-die-eu-aendern-muss-und-wo-oesterreich-dabei-bleibt-mit-beate-meinl-reisinger_a1384 Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#35 2026 Über Tradwives und die neue Lust am alten Rollenbild - mit Barbara Haas 20 May 2026

In einer Welt, die sich nach Einfachheit, Stabilität und Orientierung sehnt, lockt der Tradwife-Trend mit Bildern von heimeligen Haushalten, selbstgebackenem Brot und scheinbar perfekten Familienleben. Auf Social Media wird traditionelle Care-Arbeit zunehmend als ästhetischer Lifestyle inszeniert. Doch was verbirgt sich wirklich hinter den perfekt kuratierten Fassaden? Gemeinsam mit Host Anna-Lisa Bier spricht die Journalistin und Autorin Barbara Haas über die komplexen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Dimensionen des Tradwife-Phänomens. Ausgangspunkt ist ihr Buch Bullshit mit Pünktchenkleid, in dem sie zeigt, warum die Sehnsucht nach den „guten alten Zeiten“ weit mehr ist als nur ein harmloser Internettrend. Im Gespräch geht es um romantisierte Rollenbilder, finanzielle Abhängigkeiten, den Druck moderner Leistungsgesellschaften und die Frage, warum konservative Bewegungen und politische Akteure genau diese Bilder für ihre eigenen Narrative nutzen. Weiterführende Links: Buch: „Bullshit mit Blümchenkleid“ von Barbara Haas Trailer zur Netflix Doku: "Inside Manosphere" ZDFinfo Dokumentation über Tradwives und die Organisation Turning Point USA Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#34 2026 Wie sich die EU ändern muss (und wo Österreich dabei bleibt) - mit Beate Meinl-Reisinger 19 May 2026

Anfang Mai hat Außenministerin und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger im Wiener Museumsquartier eine programmatische Rede zur Zukunft der EU gehalten und einen Neun-Punkte-Plan vorgelegt. Georg Renner hat mit ihr über zwei der zentralen Vorschläge gesprochen: Wie soll die EU-Erweiterung – speziell am Westbalkan – beschleunigt werden? Und warum will die Außenministerin in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) verstärkt von der Einstimmigkeit abgehen? Außerdem: Wie ehrlich war die österreichische Debatte zum EU-Beitritt 1995 wirklich – und was bedeutet die Beistandsverpflichtung nach Artikel 42(7) heute konkret für Österreich? Die Europa-Rede von Beate Meinl-Reisinger im Museumsquartier: https://www.bmeia.gv.at/ministerium/presse/aktuelles/alle/musterjahr/05-1-1-1-1/rede-von-bundesministerin-beate-meinl-reisinger-zum-europatag-2026 Weitere Folgen aus der Sachpolitik-Reihe von "Ganz Offen Gesagt": Barbara Eibinger-Miedl https://ganzoffengesagt.simplecast.com/episodes/29-2026-wie-man-zu-dritt-ein-budget-verhandelt-mit-barbara-eibinger-miedl Markus Marterbauer https://ganzoffengesagt.simplecast.com/episodes/57-2025-wie-stehts-mit-der-konsolidierung-mit-markus-marterbauer Elisabeth Zehetner https://ganzoffengesagt.simplecast.com/episodes/43-uber-das-stomnetz-der-zukunft-mit-staatssekretarin-elisabeth-zehetner Claudia Plakolm https://ganzoffengesagt.simplecast.com/episodes/29-2025-kopftuchverbot-mit-claudia-plakolm Christoph Wiederkehr https://ganzoffengesagt.simplecast.com/episodes/34-2025-wozu-orientierungsklassen-mit-christoph-wiederkehr-m Korinna Schumann https://ganzoffengesagt.simplecast.com/episodes/41-2025-pension-und-arbeit-im-alter-mit-sozialministerin-korinna-schumann Eva-Maria Holzleitner https://ganzoffengesagt.simplecast.com/episodes/27-2025-uber-das-dick-pic-verbot-mit-eva-maria-holzleitner Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#33 2026 Über Mut und Innovation im Journalismus - mit Alexandra Borchardt und Jana Koch 13 May 2026

Die Medienforscherinnen Jana Koch Alexandra Borchardt haben für die "Wiener Zeitung" untersucht, wie junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren in Österreich Nachrichtenmedien konsumieren. In 27 Interviews mit jungen Menschen und 18 Gesprächen mit Medienschaffenden sowie internationalen Experten zeichnet sich ein differenziertes Bild ab. Entgegen gängiger Klischees wünschen sich junge Erwachsene klassische journalistische Qualitätsmerkmale wie Objektivität, Perspektivenvielfalt, Transparenz und finanzielle Unabhängigkeit. Die Studie zeigt auch, dass junge Menschen sowohl etablierten Medienmarken als auch einzelnen Medienschaffenden vertrauen, während die Abgrenzung zwischen Journalismus und Content Creation zunehmend schwerfällt. Bei der Zahlungsbereitschaft herrscht Ambivalenz: Die Hälfte der Befragten sieht prinzipiell den Wert von Journalismus, setzt dies aber nicht in Handlungen um, oft weil passende Angebote fehlen oder unbekannt sind. Die größten Probleme der Medienbranche liegen in mangelnder Nähe zur Zielgruppe, homogenen Redaktionsstrukturen und fehlendem Mut zur Innovation. Koch und Borchardt plädieren für Authentizität statt Anbiedern, den Aufbau mehrerer Personenmarken und einen selbstbewussten Journalismus, der seine demokratische Funktion offensiv vertritt. Als zentrale Botschaft gilt: Junge Menschen sind keine homogene Masse, sondern erwarten ernst genommen zu werden mit hochwertigem, verständlichem Journalismus auf Augenhöhe. Links zur Folge: Studie "Knapp daneben ist auch vorbei" Dunkelkammer-Podcast Ganz offen gesagt Folge #25 2026 Über die Wahl in Ungarn Ganz offen gesagt Folge #32 2026 Über Feminismus (Live in der Urania) LAOLA1 live in der Kulisse am 28.05.2026 Podcastempfehlung der Woche: This Is America - Free Luigi Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#32 2026 Über Feminismus - mit Barbara Blaha 06 May 2026

In ihrem neuen Buch Funkenschwestern beschreibt die Autorin Barbara Blaha das Patriarchat nicht als abstrakte Idee, sondern als System, das sich durch alle Lebensbereiche zieht – von der Kindheit über Bildung und Arbeitsmarkt bis hin zu Medizin und Politik. Im Gespräch mit Saskia Jungnikl-Gossy spricht sie darüber, wie früh Geschlechterrollen wirken, warum Frauen systematisch weniger zugetraut wird und welche Rolle unbewusste Vorurteile dabei spielen. Es geht um persönliche Erfahrungen, strukturelle Ungleichheit und die Frage, warum Fortschritt oft langsamer ist, als wir glauben – und was sich ändern müsste. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#31 2026 Medienförderung NEU - Das ÖVP-Papier - mit Reinhold Gmeinbauer 30 Apr 2026

Host Stefan Kaltenbrunner begrüßt Reinhold Gmeinbauer, früherer Geschäftsführer der Tageszeitung „Die Presse“, heute Agentur‑ und Medienunternehmer („Daumen hoch“): Gmeinbauer schildert, wie er vom "Campus Tivoli" (Parteiakademie ÖVP) angesprochen wurde, ein Papier zur Medienförderung zu erarbeiten, betont aber, dass er das Papier unentgeltlich und in vollständiger inhaltlicher Unabhängigkeit verfasst hat. Er versteht sein Papier nicht als „Gegenpapier“ zur vom Medienministerium beauftragten Kaltenbrunner‑Studie, sondern als anderen Zugang mit Systemwechsel‑Anspruch: Weg vom historisch gewachsenen Flickwerk aus Presse‑, Digital‑ und Vertriebsförderungen hin zu einem einheitlichen Modell für alle privaten Medien. Herzstück ist der vorgeschlagene Medienleistungsfonds von 350 Millionen Euro, der öffentliche Medienförderung und staatliche Kommunikationsausgaben (Regierungsinserate, Spots etc.) bündeln und als Gegenleistungsfonds organisiert werden soll, bei dem geförderte Medien im Gegenzug definierten Werberaum für staatliche Kommunikation bereitstellen. Die zentrale Idee beruht auf zwei Parametern: „Marktakzeptanz“ (gesamter Umsatz eines Medienunternehmens als Ausdruck seiner wirtschaftlichen Relevanz) und „journalistische Dichte“ (Anteil dieses Umsatzes, der nachweislich in journalistische Arbeit und redaktionelle Infrastruktur fließt). Aus den Branchen‑Grundgrößen – Gesamtumsatz aller privaten Medien und Gesamtzahl der dort beschäftigten Journalist:innen – wird eine Basiskennzahl berechnet, anhand derer jedes Medium über eine Formel automatisch seine Fördersumme ermittelt; zusätzlich gibt es einen Förderdeckel von 10 Prozent der Gesamtsumme, um Überförderung einzelner Platzhirsche wie der „Kronen Zeitung“ zu verhindern und Mittel für Start‑ups und Innovation freizuspielen. Der Fonds ersetzt alle bisherigen Förderschienen, soll über die RTR/KommAustria technisch abgewickelt werden und setzt auf Transparenz, Zahlenlogik und möglichst geringe politische Eingriffsmöglichkeiten, anstatt auf eine Qualitätskommission, wie sie im Kaltenbrunner‑Modell vorgesehen ist. Zugangsvoraussetzungen wären unter anderem eine eigenständige Redaktion mit Redaktionsstatut, klare Trennung von Werbung und Redaktion, journalistischer Kernauftrag, Beschäftigung qualifizierter Journalist:innen (inklusive Kollektivvertrag), Offenlegung von Eigentumsverhältnissen, Umsätzen und Strukturen sowie Einhaltung medienrechtlicher und journalistischer Standards; parteinahe Medien und politische Organe wären ausgeschlossen. Problematische oder unsorgfältige Medien könnten bei groben Verstößen gegen journalistische Sorgfaltspflicht bis hin zum Förderentzug sanktioniert werden, wobei Gmeinbauer eher an eine Rolle der RTR (gegebenenfalls ergänzt um ein Schiedsgericht) als an den Presserat denkt. Im Unterschied zur Kaltenbrunner‑Studie, die Qualitätsmechanismen und unabhängige Kommissionen stärker betont, will Gmeinbauer Qualitätsfragen nicht in ein „Qualitätsministerium“ auslagern, sondern sie indirekt über Marktakzeptanz und Höhe der Investitionen in Journalismus abbilden; er argumentiert, dass Leser:innen, Hörer:innen und Werbekunden letztlich die Qualität entscheiden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die von ihm empfundene Schieflage zwischen ORF‑Finanzierung (über 700 Millionen Euro Haushaltsabgabe) und derzeitiger Unterstützung privater Medien (rund 100–140 Millionen Euro), die er mit einem deutlich höheren, etwa halb so großen Volumen für den privaten Sektor korrigieren will. Für journalistische Start‑ups und Innovationen sollen 30 bis 40 Millionen Euro innerhalb des Fonds reserviert werden, während reine Ein‑Personen‑Projekte ohne redaktionelle Struktur – etwa einzelne Podcasts – keinen Anspruch hätten, um professionelle Strukturen zu stärken. Gmeinbauer versteht seinen Vorschlag als Beitrag zur Absicherung unabhängigen Journalismus als „kritische Infrastruktur“ einer liberalen Demokratie und hofft, dass Politik, Verbände und Branche sein Modell ernsthaft in die weitere Debatte über eine zukunftsfähige Medienförderung einbeziehen. Links zur Folge: Download ÖVP-Papier Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#30 2026 Medienförderung NEU - Die Studie - mit Andy Kaltenbrunner 30 Apr 2026

Ausgehend von der vielbeachteten Studie, die Medienforscher Andy Kaltenbrunner für das Medienministerium erstellt hat, beschreibt er bei Host Stefan Lassnig eine „Branche am Abgrund“: Werbegelder fließen mehrheitlich zu internationalen Plattformen, Social Media löst klassische Medien als Nachrichtenquelle ab und journalistische Arbeitsplätze sind seit 2006 um rund ein Drittel zurückgegangen. Anhand des Bildes vom „Wasserfall“ und internationalen Vergleichen (USA, andere europäische Länder) macht er deutlich, wie schnell sich die Erosion der Geschäftsmodelle und der publizistischen Infrastruktur nun auch in Österreich beschleunigt. Zugleich betont er, dass eine geschwächte Medienlandschaft demokratiepolitische Folgen hat – wo Journalismus in Schwierigkeiten ist, gerät auch die Demokratie in Gefahr, wie Beispiele aus Ungarn, den USA oder Brasilien zeigen. Ein wichtiger Strang des Gesprächs ist die bisherige, teils intransparente Rolle öffentlicher Inserate als faktische Medienförderung und deren jüngste drastische Kürzung, die den Reformdruck zusätzlich erhöht. Kaltenbrunner kritisiert, dass bestehende Förderinstrumente Oligopole eher stützen als Vielfalt und Markteintritt neuer Angebote. Die vorgeschlagene Neuausrichtung hin zu einer echten Journalismusförderung umfasst einen Kern von 110 Millionen Euro, der zu jeweils 30 Millionen in journalistische Arbeitsplätze und redaktionelle Infrastruktur fließen soll, ergänzt um Digital‑Abo‑Förderung, Innovations‑ und Start‑up‑Töpfe, thematische Calls sowie Mittel für Qualitätssicherung, Aus‑ und Weiterbildung und Medienkompetenz. Zugangsvoraussetzungen wären unter anderem öffentlicher Informationszweck, vollständige Eigentümer‑ und Erlöstransparenz, professionelle redaktionelle Strukturen, angemessene Bezahlung, Redaktionsstatuten sowie die Unterwerfung unter ethische Kodizes und eine gestärkte Selbstkontrolle (z.B. ausgebaute Presseräte). Besonders ausführlich diskutieren Lassnig und Kaltenbrunner den Vorschlag einer strikt politikfernen, unabhängigen Förderkommission unter höchstrichterlichem Vorsitz, in der neben einem KommAustria‑Mitglied auch internationale Expertinnen und Experten vertreten sein sollen, um das „Arm’s‑length‑Principle“ gegenüber der Tagespolitik sicherzustellen. Kaltenbrunner unterstreicht die Dringlichkeit: Angesichts des Kipppunktes bei Werbegeldern, der wachsenden Plattformdominanz und EU‑beihilferechtlicher Vorlaufzeiten brauche es rasch klare politische Entscheidungen, die auf der nun vorliegenden, im Parlament beauftragten Studie und ihren umfangreichen Brancheninterviews aufbauen. Am Ende plädiert er dafür, die Medien‑ und Journalismusförderung als Infrastruktur für demokratische Öffentlichkeit zu begreifen – nicht als bloßes wirtschaftliches Rettungspaket – und hofft, dass der nun angestoßene Diskurs an vielen Stellen konstruktiv weitergeführt wird. Links zur Folge: Studie zum Download Die Dunkelkammer #91 Grell, rasant, gefährlich: Über Tiktok und den Fall Mois Österreichischer Presserat Podcastempfehlung der Woche: Lebende Legenden Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#29 2026 Wie man zu dritt doch noch ein Budget auf den Boden bringt - mit Barbara Eibinger-Miedl 29 Apr 2026

Georg Renner trifft Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) im Finanzministerium – am Morgen nach der Einigung über die Grundzüge des Doppelbudgets für 2027 und 2028. Auf dem Tisch: ein Gesamtpaket von rund 5 Milliarden Euro, das sich je zur Hälfte auf Budgetkonsolidierung und Offensivmaßnahmen aufteilt. Im Zentrum steht die seit Jahren geforderte Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt – allein das kostet 2 Milliarden Euro. Eibinger-Miedl erklärt, wie ein Drei-Parteien-Budget verhandelt wird, warum die Regierung den Zeitdruck vor dem Sommer bewusst gewählt hat, was sich beim Familienbonus tatsächlich ändert und ob Österreich es bis 2028 schafft, aus dem EU-Defizitverfahren herauszukommen. Außerdem: Warum eine Vermögens- und Erbschaftssteuer trotz SPÖ-Forderungen nicht auf der Agenda steht – und was Landtagswahlen mit dem Timing eines Doppelbudgets zu tun haben könnten. Mehr zum Thema: Unser Gespräch mit Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) vom Oktober: https://ganzoffengesagt.simplecast.com/episodes/57-2025-wie-stehts-mit-der-konsolidierung-mit-markus-marterbauer Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#28 2026 SPEZIAL Demokratie sucht Zukunft - Teil 4 28 Apr 2026

Christoph Chorherr gestaltet die vierte Folge der Sonderserie zur „Zukunft der Demokratie“ mit einem Gespräch über das neue Buch von Götz Aly „Wie konnte das geschehen?“, das den Untergang der Weimarer Demokratie und die Entstehung des Nationalsozialismus aus der Perspektive der Mehrheitsgesellschaft beleuchtet. Aly schildert biografisch, wie er als Nachkriegskind über NS‑Prozesse, Filme über Konzentrationslager und das Schweigen der Eltern zur Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Shoah kam und warum er darin weniger ein Staats- als ein Gesellschaftsversagen erkennt. Er kritisiert das gängige Gedenkstättenkonzept, das Täter als „SS‑Monster“ auslagert und die Identifikation mit Opfern erleichtert, während die Beteiligung der „halbwegs normalen“ Deutschen und Österreicher an Arisierung, Zwangsarbeit und Deportationen weitgehend ausgeblendet bleibt. Ausführlich erklärt Aly, wodurch die NS‑Regierung bis 1938 so populär wurde: durch radikale soziale Maßnahmen zugunsten von Mietern, Bauern, Arbeitslosen und Kriegsversehrten, finanziert durch Schulden, höhere Steuern für Vermögende und Unternehmen sowie eine Politik der materiellen „Bestechung“ breiter Schichten. Ebenso zeigt er, wie moderne Massenmedien – vor allem Radio, Kino-Wochenschau und Unterhaltungsfilme – mit 85 Prozent Unterhaltung und wohldosierter Propaganda kombinierte, um Zustimmung zu Hitler, zur Aufrüstung und später zum Krieg emotional abzusichern. Am Beispiel der „Euthanasie“-Morde an psychisch Kranken und Behinderten und der späteren Judendeportationen beschreibt Aly, wie Verwaltung, medizinische Profession, Nachbarschaften und Familien stufenweise in ein System des Mitwissens, Mitprofitierens und opportunistischen Schweigens hineingezogen wurden. In einem zweiten Schwerpunkt vergleicht er die Endphase der Weimarer Republik mit heutigen Demokratien: Die damalige Zersplitterung und Selbstblockade der Parteien der Mitte, das Ausweichen in Symbolpolitik und die Angst, Wählerinnen und Wählern unangenehme Wahrheiten zu zumuten, erkennt er in abgeschwächter Form auch in Berlin, Wien, Paris und Washington. Aly warnt jedoch vor inflationären Faschismus‑Vergleichen, plädiert dafür, von Nationalsozialismus bzw. „Hitlerismus“ zu sprechen und die konkreten sozialen und politischen Mechanismen von Stabilisierung und Radikalisierung genau zu analysieren, statt alles mit einem Schimpfwort zu überdecken. Abschließend reflektiert er seine eigene 68er‑Biografie („Unser Kampf“), zeigt die langen Schatten elterlicher NS‑Biografien und formuliert einen Satz, den er auf ein großes Plakat am Potsdamer Platz schreiben würde: „Bildet euch nicht ein, ihr würdet auf der besseren Seite der Geschichte stehen.“ Links zur Folge: Götz Aly auf Wikipedia Buch "Wie konnte das geschehen?" (S. Fischer Verlag) Buch "Unser Kampf" (S. Fischer Verlag) Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#27 2026 Über Donald Trump und Viktor Orbán - mit Gabriela Greilinger 22 Apr 2026

Stefan Lassnig spricht mit der Politikwissenschafterin Gabriela Greilinger (University of Georgia) über politische Entwicklungen in den USA und in Ungarn. Sie beschreibt, wie der Irankrieg, steigende Spritpreise und eine turbulente Personalpolitik im Trump-Kabinett die Stimmung im Land verschlechtern und Trumps Zustimmungswerte drücken. Ein Schwerpunkt liegt auf der extremen Polarisierung zwischen Republikanern und Demokraten, der geringen Wählerwanderung und der vergleichsweise niedrigen Wahlbeteiligung in den USA, die Wahlen zu reinen Mobilisierungsschlachten machen. Greilinger erläutert, wie der geplante Safe America Act und bestehende Praktiken wie Voter ID, Gerrymandering und Hürden bei der Registrierung die Wahlen zwar nicht abschaffen, aber immer unfairer machen und die USA in Richtung „competitive authoritarianism“ schieben. Im Gespräch geht es auch um Trumps erratische Kommunikation, Verschwörungsnarrative rund um die Epstein-Files und die Normalisierung seines Politikstils bei einer jungen Generation, die kaum andere Präsidenten erlebt hat. Anhand von Beispielen wie Turning Point USA und den „MAGA-Hats“ am Campus zeigt Greilinger, wie rechte Organisationen gezielt an Universitäten Stimmung machen und Trumps Politik im Mainstream verankern. Im zweiten Teil analysiert sie den überraschend klaren Wahlsieg der konservativen Oppositionspartei Tisza und ihres Spitzenkandidaten Péter Magyar in Ungarn, der Orbáns Fidesz-Regime nach 16 Jahren und trotz auf sie zugeschnittenem Wahlsystem und Medienkontrolle abgelöst hat. Sie betont, dass der ungarische Machtwechsel vor allem mit Korruption, ökonomischem Missmanagement und einer breiten Mobilisierung bis in entlegene ländliche Regionen zu tun hatte, nicht aber mit einem Bruch mit rechtskonservativer Politik. Abschließend erklärt Greilinger, welche Reformen Magyar nun für Rechtsstaatlichkeit, Medien und den Zugang zu EU-Geldern anstoßen könnte und weshalb die Abwahl Orbáns eher eine ungarische Besonderheit als der Beginn einer breiten Entzauberung des europäischen Rechtspopulismus ist. Links zur Folge: Über die Wahl in Ungarn - (Ganz offen gesagt Folge #25 2026) "Was lernen wir durch Trump" - Teil 1 (Ganz offen gesagt Folge #19 2026) Podcastempfehlung der Woche: Safe! Stories übers Investieren (Wiener Börse) Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#26 2026 Über die Sterilisation von Frauen mit Behinderungen - mit Luise Jäger und Ramona Arzberger 15 Apr 2026

Frauen mit Behinderungen werden in Österreich und Deutschland häufiger sterilisiert als Frauen ohne Behinderungen. Das inklusive Magazin andererseits hat monatelang recherchiert und zeigt, warum es noch immer vorkommt, dass Menschen mit Behinderungen sterilisiert werden, ohne selbst darüber entschieden zu haben. Für die Reportage haben die Journalistinnen mit über 100 Menschen gesprochen und Einblicke in ein System mit einer Vielzahl an Barrieren, fehlender Aufklärung und strukturellem Druck gewonnen. Im Gespräch erzählen die Journalistinnen Luise Jäger und Ramona Arzberger, warum Entscheidungen über den Körper von Betroffenen oft über ihre Köpfe hinweg getroffen werden und welche Rolle Angehörige, Ärzt*innen und Einrichtungen dabei spielen. Sie sprechen auch über fehlendes Wissen in der Medizin, komplizierte Sprache und Fachbegriffe und darüber, wie wenig über Sexualität von Menschen mit Behinderungen gesprochen wird. Außerdem geht es um Gewalt, Verhütung und die Frage, warum Selbstbestimmung in der Praxis oft nicht umgesetzt wird – obwohl sie im Gesetz verankert ist. Weiterführende Links: Hier geht es zu der besprochenen Reportage von andererseits: Hauptsache, du kriegst kein Kind! Weitere Informationen über andererseits und Unterstützungsmöglichkeiten Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#25 2026 Über die Wahl in Ungarn - mit Meret Baumann 08 Apr 2026

Ungarn steht vor richtungsweisenden Wahlen. Seit Jahren prägt Viktor Orbán das Land, mit einem politischen System, das demokratische Strukturen formal aufrechterhält, während Macht zunehmend konzentriert wird. Die Österreich- und Ostmitteleuropa-Korrespondentin der „Neuen Zürcher Zeitung“ Meret Baumann spricht mit Saskia Jungnikl-Gossy über Orbáns System, über seinen Herausforderer Péter Magyar, über Korruption und die Frage, wie frei Wahlen in einem solchen Umfeld sind. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#24 2026 Über die Radikalisierung der Karin Kneissl - mit Elisalex Henckel-Donnersmarck und Paul Koren 02 Apr 2026

Elisalex Henckel-Donnersmarck erzählt, wie aus einer lang gehegten Idee der Podcast „Kniefall: Die Radikalisierung der Karin Kneissl“ wurde und warum gerade diese Biografie für sie exemplarisch für österreichische Russland-Nähe ist. Mit Host Stefan Lassnig und Journalistenkollegen Paul Koren rekonstruiert Henckel-Donnersmarck Kneissls Werdegang von der Kindheit im Nahen Osten über die ENA in Paris und frühe Kontakte zu einem mutmaßlichen KGB-Offizier bis zu ihrer Rolle als außenpolitische Expertin und Autorin. Immer wiederkehrende Motive sind Kränkung, Stolz, finanzielle Existenzsorgen und das Auseinanderklaffen von Selbst- und Fremdbild, die sich auch in Konflikten mit Institutionen und Kollegen zeigen. Detailliert diskutiert werden Kneissls Annäherung an die FPÖ, ihre Ernennung zur Außenministerin, die Rolle von Margot Klestil-Löffler und Pläne für einen russlandaffinen „Schattengeheimdienst“ im Außenministerium. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Jahr 2018 – von der BVT-Razzia über den Nowitschok-Anschlag, Putins Wien-Besuch und den verlängerten Gasvertrag bis zur Hochzeit in Gamlitz, bei der der berühmte Kniefall stattfand. Nach Ibiza, Amtsverlust und Pandemie verschärfen sich Kneissls persönliche Krisen, während die attraktivsten Angebote zunehmend aus dem russischen Umfeld kommen – von RT über Universitäten bis zur Gründung des Instituts GORKI in Russland. Heute tritt sie in zentralen russischen Propagandasendungen auf, zeichnet Europa als „lawless space“ und bestätigt das Kreml-Narrativ eines vom Westen bedrohten Russland, was die Autor:innen als Teil koordinierter Einflussoperationen („active measures“) deuten. Links zur Folge: Kniefall - die Radikalisierung der Karin Kneissl Podcastempfehlung der Woche: Zwarakonferenz von LAOLA1 Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#23 2026 Wie hilft man Opfern von Fake-Pornos? - mit Patricia Hofmann 01 Apr 2026

Der Fall des deutschen Schauspielers Christian Ulmen, dessen Ex-Frau Collien Fernandes ihm vorwirft, Deepfake-Pornobilder von ihr erstellt und verbreitet haben soll, hat international für Aufsehen gesorgt. Aber wie sieht die Rechtslage in Österreich aus, wenn man Opfer von Deepfakes wird? Opferanwältin Patricia Hofmann erklärt im Gespräch mit Georg Renner, welche Straftatbestände heute schon greifen – von Cybermobbing über Nötigung bis zum neuen Cyberflashing-Paragrafen –, wo das Strafrecht aber noch empfindliche Lücken hat. Denn wer im stillen Kämmerlein sexualisierte Deepfakes herstellt, ohne sie zu verbreiten, ist derzeit nicht strafbar. Hofmann plädiert für einen eigenen Auffangtatbestand, der schon die Herstellung unter Strafe stellt. Außerdem: Was man als Betroffene konkret tun sollte – von der Beweissicherung über Opferschutzeinrichtungen bis zur Anzeige –, warum die Täterausforschung im Netz so schwierig ist und was sich politisch ändern müsste. Patricia Hofmanns Blog im "Standard": https://www.derstandard.at/recht/blog-mit-recht-gegen-gewalt Online-Beweissicherung: https://www.netzbeweis.com/ Gewaltschutzzentrum Österreich: https://www.gewaltschutzzentrum.at/ Die Möwe-Kinderschutzzentren: https://die-moewe.at/ Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#22 2026 Wie stabil ist Irans Regime? - mit Omid Rezaee 25 Mar 2026

Der Irankrieg dauert bereits knapp einen Monat und ein Ende ist nicht in Sicht. Auf jeden Angriff folgt ein Gegenangriff. Mittlerweile sind nicht nur die Golfstaaten, sondern durch die Sperre der Straße von Hormoz im Persischen Golf auch der Rest der Welt in Mitleidenschaft gezogen. Im Iran selbst wird das Internet gedrosselt und das Regime macht Jagd auf jeden, der Bilder und Videos ins Ausland schickt. Solmaz Khorsand spricht mit dem Zeit-Journalisten Omid Rezaee über die aktuellen Entwicklungen, die Stabilität des Regimes – das seiner Ansicht nach diesen Krieg überleben wird –, die Rolle der Opposition und die mangelnde Reflexion in den unterschiedlichen Protestbewegungen der vergangenen Jahre. Wer Interesse am Iran hat, empfehle ich Omid Rezaees fundierten Artikel in der Zeit: https://www.zeit.de/autoren/R/Omid_Rezaee/index Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#21 2026 SPEZIAL Demokratie sucht Zukunft - Teil 3 19 Mar 2026

Christoph Chorherr begrüßt Ute Fragner von der Sargfabrik und Michael Kerbler von Gleis 21 zum dritten Teil der Serie über die Zukunft der Demokratie, diesmal mit Fokus auf Baugruppen als Orte intensiven demokratischen Lernens. Die Gäste schildern, wie ihre Projekte entstanden sind – von frühen Planungsphasen und mutigen Kaufentscheidungen über spezielle Eigentums- und Fördermodelle bis hin zu internen Verträgen, Sozialfonds und Nutzungsrechten, die Spekulation verhindern und Leistbarkeit sichern. An konkreten Beispielen wie Wohnungsvergabe, Solifonds, Flüchtlingswohnungen, gemeinschaftlicher Arbeitspflicht und der Neufassung eines internen „Verfassungsvertrags“ wird deutlich, wie konfliktreiche, aber tragfähige Entscheidungen in großen Gruppen getroffen werden. Ute Fragner beschreibt, wie die Sargfabrik mit über 250 Bewohner:innen Konflikte unterscheidet – manche lösbar, andere nur „managebar“ – und warum es manchmal zwei Jahre intensiver, moderierter Debatte braucht, um 90 Prozent Zustimmung für eine Reform zu erreichen. Michael Kerbler erzählt, wie Gleis 21 mit soziokratischen Elementen, Arbeitsgruppen, moderierten Konfliktverfahren und gemeinschaftlichen Räumen am Dach während Covid zur Nagelprobe für Solidarität, Nachbarschaftshilfe und Zusammenhalt wurde. Beide betonen die Bedeutung von Offenheit nach außen: Kulturprogramme, Musikschule, Wochenmarkt, Verein „Lebenswertes Matznerviertel“, Nachbarschaftsbibliothek und Kooperation mit der Diakonie machen die Projekte zu Impulsgebern für das Grätzel und für Integration. Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um die Übertragbarkeit dieser Erfahrungen: demokratische Kultur, Vertrauen in Expertise, Zeit für Grundsatzentscheidungen, Ermutigung zur Partizipation und die Rolle von Bildungsinstitutionen und Zivilgesellschaft für eine krisenfeste Demokratie. Abschließend plädieren Fragner und Kerbler dafür, von der „Zuschauerdemokratie“ aufzustehen, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen, Vernetzungen zwischen Initiativen zu stärken und die Kraft gemeinschaftlicher Projekte zu nutzen, um der Bedrohung durch autoritäre Tendenzen aktiv etwas entgegenzusetzen. Links zur Folge Sargfabrik in Penzing: https://sargfabrik.at/ Gleis 21 in Favoriten: https://gleis21.wien/ WOAL (Wohnen ohne Alterslimit): https://wohnen-ohne-alterslimit.at/ Die Hauswirtschaft in der Leopoldsstadt: https://diehauswirtschaft.at/ In diesem hörenswerten Podcast wird die Hauswirtschaft ausführlich vom Initiator Peter Rippl vorgestellt: https://erklärmir.at/2025/10/21/366-erklaer-mir-die-stadt-der-zukunft-peter-rippl/ Auenweide inm St Andrä Wördern: https://www.auenweide.at/ Hier findet Ihr alle Baugruppen in Österreich und viel weitere Informationen darüber: https://www.inigbw.org/ Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#20 2026 Wie politisch ist der Song Contest? - mit Alkis Vlassakakis und Marco Schreuder 18 Mar 2026

In dieser Folge von „Ganz offen gesagt“ diskutiert Stefan Lassnig mit den Hosts des Song Contest-Podcasts "Merci Chérie", Alkis Vlassakakis und Marco Schreuder, wie der Eurovision Song Contest von einer technischen Fernsehexperimentierbühne zu einem hochpolitischen europäischen Großereignis wurde.
 Anhand der ESC-Geschichte von den 1950er-Jahren bis heute zeigen sie, wie sich Kalter Krieg, Prager Frühling, Zypern-Konflikt, Jugoslawienkrieg, russische Angriffe auf Georgien und die Ukraine, sowie der Gaza-Krieg im Wettbewerb und in den Teilnahmeentscheidungen der Länder niederschlagen.
 Die Gäste erklären, warum der ESC offiziell „unpolitisch“ bleiben muss, aber in Wahrheit ständig von Weltpolitik, Boykotten, Senderregeln und medienpolitischen Entscheidungen der EBU beeinflusst wird – etwa beim Ausschluss Russlands und Belarus oder beim Umgang mit Libanon und China. 
Großen Raum nimmt die queere Geschichte des ESC ein: von früh queercodierten Chansons wie „Nous les amoureux“ über Drag-Momente, AIDS-Stille und Life Ball bis zu Páll Óskar, Dana International, Marija Šerifović, Conchita Wurst und der Ausstellung „United by Queerness“ in Wien.
 Sie sprechen über ESC als „Familienshow“ und queeren Safe Space, über Voting-Blöcke, kulturelle Märkte und nationale Rivalitäten, die mehr mit Popkultur als mit „Freunderlwirtschaft“ zu tun haben, und darüber, wie Social Media und TikTok das ESC-Publikum verjüngt haben.
 Die Runde diskutiert das Spannungsfeld zwischen Inklusion und Ausschluss: Soll man autoritäre Staaten und homofeindliche Regime aus Prinzip ausschließen oder sie gerade über den ESC mit queerer Sichtbarkeit und kulturellem Austausch konfrontieren?
 Zum Schluss verraten Alkis und Marco ihre Favoriten für Wien – mit Siegchancen für Finnland, persönlichen Sympathien für Griechenland und einem soliden Platz im oberen Mittelfeld für Österreichs „Cosmó“ – und empfehlen ESC-Fans ihren Podcast „Merci Chérie“ und die Ausstellung „United by Queerness“ als Vertiefung. Links zur Folge: Podcast "Merci Chérie" Ausstellung "United by Queerness" Buch "Postwar Europe and the Eurovision Song Contest" von Dejan Vuletic (Amazon) Podcastempfehlung der Woche: "Braune Kinderzimmer" Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#19 2026 SPEZIAL Was lernen wir durch Trump? - Teil 1 17 Mar 2026

In dieser „Ganz offen gesagt“-Spezial-Ausgabe live aufgenommen in der "Kulisse Wien" spricht Host Michel Reimon mit der Politikwissenschaftlerin Gabriela Greilinger (University of Georgia), der Gewerkschafterin und ÖBB-Betriebsrätin Olivia Janisch sowie dem Medienforscher Luis Paulitsch über Donald Trump, seinen Angriff auf die Demokratie in den USA und die Lehren für Österreich. Ausgangspunkt ist die Frage, warum Trump trotz Sturm aufs Kapitol, außenpolitischer Irrationalität und schlechter Wirtschaftsdaten weiterhin breite Zustimmung erhält und 2024 wiedergewählt wurde. Greilinger erklärt anhand aktueller Forschung, welche Rolle Rassismus, Sexismus, Statusangst und die Normalisierung von Trump für das Wahlverhalten spielen – und warum viele Wähler nicht primär rational auf Daten, sondern auf Identität und Gefühle reagieren. Paulitsch beschreibt, wie eine fragmentierte Öffentlichkeit und „alternative“ bzw. rechtsextreme Medienprojekte, Fox News, Social Media und Slapp-Klagen dazu beitragen, dass rechtspopulistische und autoritäre Narrative dominieren und demokratische Gegenöffentlichkeiten geschwächt werden. Olivia Janisch schildert, wie autoritäre Politik in Betriebe und Arbeiterschaft hineinwirkt, warum Gewerkschaften und kollektive Organisation ein Gegenentwurf zu Ohnmacht und Vereinzelung sind und wie Arbeitskämpfe zunehmend delegitimiert oder bekämpft werden – bis hin zu Union Busting auch in Österreich. In der zweiten Hälfte diskutiert die Runde historische Parallelen zu den 1960er‑Jahren, die Rolle des Neoliberalismus, den Verlust von sozialen und demokratischen Räumen sowie die Frage, ob wir heute eher einen Konflikt „autoritäre vs. demokratische Politik“ als „rechts vs. links“ erleben. Die Gäste betonen, dass progressive und demokratische Kräfte wieder eigene positive Zukunftserzählungen, emotionale Angebote und niederschwellige Strukturen schaffen müssen – von neuen Medienformaten über solidarische Alltagsorganisation bis hin zu direkten Gesprächen in Betrieben. Beispiele aus den USA wie progressive Politiker:innen rund um AOC, neue Formen von Online‑Kampagnen sowie lokaler Widerstand gegen ICE zeigen, dass Gegenstrategien möglich sind, aber langfristige, geduldige Arbeit und Konfliktbereitschaft erfordern. Links zur Folge: Olivia Janisch Gabriela Greilinger Luis Paulitsch Michel Reimon Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#18 2026 Über Freundschaften - mit Autorin Verena Bogner 11 Mar 2026

In ihrem Debütroman „I am cringe but I am free“ erzählt die Autorin und Journalistin Verena Bogner von Freundschaften, Verletzlichkeit und der Suche nach Nähe in einer Welt voller Erwartungen. Im Gespräch mit Saskia Jungnikl-Gossy geht es um Freundschaft als unterschätzte soziale Struktur, um romantische Liebe in Popkultur und sozialen Medien und um Bogners Blick auf den Kulturjournalismus in Österreich. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#17 2026 Über den Krieg gegen den Iran - mit Gerald Karner 05 Mar 2026

In dieser Folge von „Ganz offen gesagt“ spricht Host Stefan Kaltenbrunner mit dem ehemaligen Brigadier Gerald Karner über den fünften Kriegstag im Iran und die hoch volatile Lage im Nahen und Mittleren Osten. Karner erklärt den enormen militärischen Aufmarsch der USA und Israels, die Größenordnung der eingesetzten Truppen und Waffensysteme und warum die Luftoperationen gegen den Iran Wochen dauern könnten. Ausführlich diskutiert werden die verbliebene Schlagkraft des iranischen Regimes, seine ballistischen Raketen, Drohnen und unterirdischen Anlagen sowie die zentrale Rolle russischer Rüstungshilfe. Der Experte schildert, wie israelische und amerikanische Geheimdienste offensichtlich über Jahre Quellen in der iranischen Führung aufgebaut haben und wie Hightech, Cyberangriffe und KI heute militärische Planung prägen. Thema sind auch mögliche Bodentruppeneinsätze, Überlegungen zur Bewaffnung oppositioneller Gruppen wie der Kurden und das Risiko eines langen, blutigen Stellvertreter- oder Bürgerkriegs. Karner ordnet die Rolle der Golfstaaten, insbesondere Saudi-Arabiens, ein, erklärt die Verwundbarkeit der Region durch Drohnen und die strategische Bedeutung der Straße von Hormus für Energiepreise und Welthandel. Im Gespräch geht es zudem um die wachsende Isolation Irans und Russlands, mögliche Beistandsszenarien für Europa und die innenpolitische Zwickmühle von US-Präsident Donald Trump zwischen Wahlversprechen und Israels Sicherheitsinteressen. Abschließend beschreibt Karner die bereits desolate wirtschaftliche Lage im Iran, die Gefahr einer humanitären Katastrophe und die hohe Zahl an zivilen Opfern und Repressionsopfern schon vor Beginn des Krieges. Links zur Folge: Recherchen von bellingcat zum Absturz der MH17 Serie "Teheran" auf AppleTV Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#16 2026 Warum brauchen wir längeren Wehrdienst? mit Klaudia Tanner 04 Mar 2026

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) erklärt im Gespräch über die Wehrdienstreform mit Georg Renner, warum sechs Monate Grundwehrdienst nicht mehr reichen, was das Modell „Österreich Plus" (8+2) vorsieht und wie die Verhandlungen im Parlament stehen. Außerdem: Wie das Bundesheer über Jahrzehnte stiefmütterlich behandelt wurde und warum sich das jetzt ändern soll. Links: Bericht der Wehrdienstreformkommission: https://www.bmlv.gv.at/archiv/a2026/pdf/Bericht_WDK_20260120.pdf Das Verteidigungsbudget 2025/26: https://www.bundesheer.at/budget-2025 Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

#15 2026 "Nahost. Nah dran." - mit Karim El-Gawhary 02 Mar 2026

Journalist und Nahost-Experte Karim El-Gawhary beschreibt die Situation im Gazastreifen als humanitäre Katastrophe mit zerstörter Infrastruktur, massiver Vertreibung und einer „Waffenruhe“, die diesen Namen kaum verdient. Er betont, dass die israelische Besatzung von Gaza und Westjordanland der zentrale Kernkonflikt ist und skizziert vier Optionen: Status quo, Vertreibung der Palästinenser, eine inzwischen fast unmögliche Zwei-Staaten-Lösung und eine schwer vorstellbare Einstaaten-Lösung mit gleichen Rechten für alle. El-Gawhary kritisiert die Rolle der USA und die „Glitzerpläne“ für Gaza, die die Lebensrealität der Palästinenser ausblenden, und warnt vor der politischen Dynamik unter Präsident Trump. Im Blick auf den Iran spricht er über ein reformunfähiges Regime, eine polarisierte Gesellschaft, mögliche Szenarien von Militärdiktatur bis Staatszerfall und die Gefahr eines regionalen Flächenbrands inklusive Angriffen auf Öl-Infrastruktur und der Straße von Hormus. Er erklärt, wie begrenzt der Zugang von Journalist:innen nach Gaza ist, schildert seine Arbeitsweise mit lokalen Partnern vor Ort und warum er konsequent menschennahe Geschichten erzählt. El-Gawhary setzt sich mit Vorwürfen der Einseitigkeit und des Antisemitismus auseinander und verweist darauf, dass Begriffe wie „Besatzung“ und „besetzte Gebiete“ völkerrechtlich definiert und vom Internationalen Gerichtshof bestätigt sind. Persönlich spricht er über Shitstorms, die Nicht-Verlängerung seines ORF-Vertrags, die große öffentliche Wertschätzung und seine Motivation, als unabhängiger Journalist weiterzuarbeiten – unter anderem mit einem wöchentlichen Podcast „Nahost. Nah dran.“ und Live-Formaten. Zum Schluss erzählt er, wie ihn Geschichten extremer Gewalt und Ohnmacht belasten und warum „Ausladen“ – also Erzählen, Schreiben und Diskutieren – für ihn ein zentraler Weg ist, seelisch in Balance zu bleiben. Podcast-Empfehlung der Woche: Podcast "Freiwärts - Aus dem Trauma in die Kraft" Titelbild Folge: Sascha Osaka Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

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